Charity shops can be quite expensive if you aren’t wary Getrödelt, gefunden, gefreut

German version below!

Somehow I always miss to post what I found on flea markets. Either I don’t make it to write a post in time or I think it isn’t that interesting to show it here. But now after a “few” months’ break, another “Getrödelt, Gefunden, Gefreut!“-Post, hosted as each month on Beswingtes Fräulein’s blog “Beswingtes Allerlei“.

The past few weeks have been different and somewhat insecure. After having additionally worked in the museum until September it was hard to adapt to the one salary I earn at the bookshop again and until two weeks ago it wasn’t clear if I could raise my pensum there (luckily I can!). So this month’s motto should have been: Saving. And really, I cooked more often so much I was able to eat leftovers at work instead of buying something for lunch, I reduced my consumption of take-away coffees to as good as none (I think I bought two, one was sponsored by my boyfriend)and I said to myself not to go shopping anymore unless I really needed something. Excluded from this were flea markets and used items, though I think I didn’t visit a single flea market the whole month, don’t have to tempt myself unneccessarily 😉

Well, I am far from being perfect and so I have to admit that this is also the month I bought the most shoes since…well, very long. Five pairs, to be honest, three of them new. Yes, shame on me (but they are so beautiful and were so reasonably priced….oh).

I don’t even know why I begged my boyfriend to stop at this charity shop. I felt I just needed a little shopping feeling and though this would be less dangerous than going elsewhere. Because he really hates this particular shop he only accompanied me a few minutes and left then to wait in the car. Baaaad decision. Right after he had left I picked up a pair of black leather boots for half the price (he wouldn’t let me buy shoes, he hates how many I already own) and then to make things worse I found this amongst the antique books:

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And yes, I bought it. With 40 CHF it was quite expensive, but I still think it was a good buy.

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A very big book “Lehrkurs der Selbstschneiderei” (training course to home sewing), a smaller appendix with patterns for knitting and crocheting and even a postcard to order other books from this publisher as well as a pay-in slip.

The appendix is not overly interesting to photograph:

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But the book itself! It has no date given, but judging from the illustrations and photos it should date from the 1930ies.

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And it covers really everything remotely connected with textiles. Dying and weaving…

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..different kinds of stitches and embroidery (yes, in full colour!)…

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…how to decorate and finish seams and hems…

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…knitting and crocheting for children and grown-ups…

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…photos of beautiful finished projects…

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…different collars and even hat decorations and alterations…

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…ideas on how to alter a basic pattern to give it a new look…

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…and last but not least some fashion illustrations…

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I really hope to use it in the future, though I have to admit I tend to forget these kinds of things when working with patterns and just do as I am told or as I already know. But I really would like to try some of these ideas and at least I paid so much for it, would be a shame if I wouldn’t use it.

Auf Deutsch

Nachdem ich meist entweder das Datum verschlafe und nicht rechtzeitig fertig werde oder ich die erstandenen Dinge nicht für interessant genug erachte, hier nun endlich wieder ein “Getrödelt, Gefunden, Gefreut”- Beitrag von mir.
Eigentlich sollte ich diesen Monat ja sparen, aber aus welchen Gründen auch immer musste ich in diesen Trödelladen und war als ich rauskam um ein dickes Buch und ein paar Schuhe reicher, aber auch um einiges Geld ärmer. Das Buch “Lehrkurs der Selbstschneiderei” hat mich komplett mit Schachtel, beiliegendem Heft, einer alten Bestellkarte und Einzahlungsschein 40 Franken gekostet,  etwa 34€. Ein Datum lässt sich nirgends finden, aber anhand der Fotos ist es aus den 30er Jahren.  Im Heft finden sich Schnittmuster für Strick- und Häkelprojekte, im Buch selber gibt es dann weniger Schnittmuster (vor allem Basisschnitte zum vergrössern), aber umso mehr Verarbeitungstipps, Anleitungen und Ideen. Und vom Färben und Weben über Stricken, Sticken, Schleifchen machen bis hin zum kompletten Herrenhemd und sogar  Hutänderungen ist wirklich alles dabei. Zwischendrin immer wieder Fotos von Beispielobjekten, farbige Seiten und unzählige Beispiele für Krägen, Details, Verzierungen, Borten, Knopfleisten und was-weiss-ich -nicht-alles. Eine Fundgrube, wahrhaft. Dumm nur dass ich solche Bücher meist genau dann im Schrank lasse, wenn ich nähe und die Schnittmuster nach Anleitung oder Erfahrung zusammenknüppel. Ich hoffe wirklich ich bessere mich in dieser Hinsicht und setze zumindest ein paar dieser Ideen um, wär doch schade drum (um die Ideen und um das Geld 🙂 )

See you soon, love,

ette

 

 

 

16 thoughts on “Charity shops can be quite expensive if you aren’t wary Getrödelt, gefunden, gefreut

  1. Dieses Buch hat auf dich gewartet, das steht jawohl fest. Und die Pullis, die auf den Fotos vorgestellt werden, sind zum Nacharbeiten schön. LG mila

  2. Ein toller Fund und ganz eindeutig aus den 30er Jahren! Ich würde ja gern ein paar schmückende Stickereien sehen – etwas das ich mir immer wieder vornehme und auch stets erstaunt bin welchen wundervollen Effekt sowas hat, aber mich im Endeffekt doch irgendwie davon drücke.

    Und immer wenn ich Bestellkarten in Heften habe, frage ich mich, was passieren würde, wenn ich sie losschicken würde 😀

  3. Ein echtes Schätzchen! Daran hätte ich auch nicht vorbeigehen können. Liebe Grüße, Zuzsa

  4. Was für ein toller Fund! Ich habe eine Reproduktion von einem viktorianischen Handarbeitsbuch und habe daraus schon eine Menge gelernt…

  5. Ja das stimmt, was man damals mit Kleinigkeiten alles variiert hat, schon schade dass das heute kaum noch so ist (dafür ist Kleiddung wohl heute zu billig und man kauft lieber ein zweites Kleid als ein vorhandenes zu verändern).
    lg ette

  6. Hihi, das ist schön dass du das so siehst. Bei mir ist es eher anders herum “Oh hilfe, wenn ich das Buch nicht gefunden hätte, wo wäre das wohl gelandet”. Dass die Dinge auf einen warten klingt da nach einer sehr viel entspannenderen Grundhaltung 🙂
    Wenn du einen bestimmten im Auge hast kann ich gerne mal nachschauen, ob es eine detaillierte Anleitung dazu gibt. Ich kann nicht wirklich stricken, daher werden die Pullis in naher Zukunft wohl nicht wiederauferstehen.
    lg ette

  7. Seitdem man mich bei Vlieseline mal blöd abgekanzelt hat als ich was zu ihren Produkten aus den 50ern wissen wollte, habe ich nicht mehr die Hoffnung, dass in irgendeinem Unternehmen jemand sitzt, der auf so ein Kärtchen eingehen oder es gar wertschätzen würde. Da hab ich den humorlosen Schreibtischtäter im Kopf, der das stur in den Müll wirft. Der Reiz, so etwas abzuschicken ist bei mir daher leider nicht mehr vorhanden. Auch wenn es vielleicht Leute geben mag, die so etwas toll fänden und als Firma darauf reagieren würden.
    Ja, sticken ist eigentlich was so einfaches und kann Dinge so viel besser individualisieren als Stoffmuster oder Schnitte und trotzdem mach ich es viel zu selten. Ich fand auch deine kleinen Applikationen vor ein paar Monaten sehr speziell, das geht ja in dieselbe Richtung. Wär vielleicht ein guter Neujahrsvorsatz, mehr sticken 😀

  8. Danke. Ich hatte fast Glück dass der Laden grad zum Mittag zumachen wollte, wer weiss was ich sonst noch im Regal gefunden hätte. Und vielleicht hätte ich es sogar liegen lassen wenn ich mir den Preis nochmal hätte durch den Kopf gehen lassen. Auch wenn es im Nachhinein wirklich ein guter Kauf war.
    lg ette

  9. Ui, das klingt auch spannend. Inzwischen gibt es sowas auch viel online, aber das ist doch noch was anderes, als ein echtes Buch in der Hand zu halten.
    Ja, viele Kniffe und Techniken sind heute ganz vergessen, helfen aber gerade für historische Projekte (hab ja noch nicht wirklich viel viktorianisches genäht, aber im 20. Jhdt. findet man da auch noch einiges. Wusste zB lange nicht, dass man Nähte in den 30ern gerne von oben gearbeitet hat, anstatt sie zu verstürzen. Nur so waren manche Formen überhaupt möglich (so spitze Einsätze in der Taille zB), wenn man da mit einem aktuellen Buch dranginge würde man schnell unglücklich werden).

  10. Was für ein grandioses Buch! Der Kauf hat sich auf jeden Fall gelohnt – die gestrickten Pullöverchen sind doch auch irgendwie toll!

    Liebe Grüße

    von Birgit

  11. Dankeschön. Ja, es sind wirklich schöne Projekte drin. Jetzt muss ich nur noch stricken lernen, eines der Sachen die ich so gut wie gar nicht kann, Asche auf mein Haupt.lg ette

  12. Falls du dir die Mühe machen möchtest: Ich finde den weißen Pulli mit den schwarzen Knöpfen und dem schmalen Gürtel ganz wundervoll. Dann müsste ich mir nur noch einen Tennisschläger besorgen…

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