A dress…well, yes, a dress!

Besides the stacks of patterns and sewing magazines that are stored in boxes on my bookshelf, I always have a small number lying around, either because I like them and really want to make them or because these would be garments my wardrobe is lacking or that could help getting rid of some special fabric.

This pattern had been lying on this stack a little while. I like it because it is such a simple and yet beautiful design. It seemed to make a good wardrobe basic made from solid coloured fabric but could also be a stunning showpiece if made from an interestingly patterned one.
When the Monthly stitch challenge for February was announced I very quickly decided to finally try this one. The challenge was “solid colours” and you were given a colour depending on the first letter of your first name. My name gave me purple to work with. I had already considered trying this pattern with a very stiff purplecotton  tabby I had in my stash and now the time had definitely come.

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Dating the pattern was a little difficult. The line as such looked 60ies enough, but the length of the dress and the hairstyle looked more 70ies to me. With the help of some dear sewing-friends on facebook we settled on late 60ies for this one.
Sewing went very easy and straightforward. I cut the smallest size, which was 38, and it fit without any alterations. In hindsight I would say the bust darts could sit a little lower, but they don’t look too odd up there, so it is ok for the first try. Unfortunately it tends to climb up even higher than the bust darts, maybe this is due to the pattern or my body  needs something like a shoulder adjustment (but why didn’t I face this problem in other patterns?).
Neckline and the sleeves’ hems I faced with lavender coloured bias binding, more layers of the purple fabric would have been too thick and too stiff. The strap in the waist I faced with a cotton leftover, white with yellow flowers. Unfortunately the white is showing on the edges, I really should have used a darker shade.
The fabric was very cooperative when it came to sewing, it didn’t shift and my sewing machine coped with it very well. But the dense weave caused two problems. The first only a minor one, it was a real pain to pin it, I really had to force the pins into the fabrics and soon my fingertips hurt. The pinholes are still visible everywhere but I assume they will vanish when I wash it the first time. The second one is more annoying: Because of the density of the threads it was next to impossible to gather the sleeve caps, as the pattern demanded. Therefore I couldn’t avoid some small wrinkles when attaching the sleeves.

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The boyfriend kept me waiting a little while, that’s why the dress is a little wrinkled, complaints may be adressed to him.

Well, what more to say? It took me one episode of “The great British sewing bee” and a half of “Bargain Hunting” (yes, BBC-addict, I confess) to handpick the zipper, I really hope Patrick would approve, I had to use a thimble because you can imagine how painful hand-sewing is when the fabric already refuses to let pins pass through it.

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To conclude: It’s a dress! It’s funny, I like it very much but on the other hand it is so neutral. Give a child the task to draw a woman, it would draw her in a knee-length a-line dress with short sleeves and a decently-sized neckline. This dress has all a classic dress features and lacks everything that could stand out or be interesting. It really is a great basic, paired with a cardigan, a brooch and ballerinas you could do anything, from going to work to buying a house, to me it is classic everyday elegance.

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In fact, despite its vivid colour, it is a piece of cake. Which is great because as most sewers I tend to produce way more frosting than cake, which doesn’t really help to build an everyday- wardrobe. So this challenge and this pattern really helped me to produce an unexpectedly unagitated dress, well done!

Auf Deutsch

Neben den Stapeln von  Schnittmustern und Nähzeitschriften welche ich in Schachteln auf meinem Bücherregal aufbewahre, habe ich immer ein paar Schnittmuster herumliegen, entweder weil es Schnitte sind, die ich sehr dringend nähen möchte oder weil ich damit ein Loch in meinem Kleiderschrank füllen oder einen Ladenhüter in meiner Stoffsammlung loswerden kann.

Dieses Schnittmuster lag schon eine ganze Weile auf diesem Stapel. Ich mag es weil es ein einfaches und gleichzeitig sehr schönes Design ist. Es schien als könnte man damit ein schönes uni-farbenes Basis-Kleid nähen, aber ebenso einen richtigen Hingucker, wenn man den passenden Stoff nähme.
Als die Februar-Challenge bei “The Monthly Stitch” verkündet wurde, war mir schnell klar, dass ich diesem Schnitt nun endlich eine Chance geben würde. Die Challenge lautete “Solid colours”, also einfarbige Stoffe, keine Muster, keine Farbkombinationen. Die Farbe wurde nach dem Anfangsbuchstaben des Vornamens festgelegt, was bei mir in lila resultierte. Ich hatte bereits länger mit dem Gedanken gespielt, dieses Kleid aus einem eher steifen  lila Taftgewebe in meinem Vorrat zu nähen und nun schien die Zeit dafür endlich gekommen.

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Die Datierung bereitete mir etwas Sorgen. Die Linie sah mir schon nach den 60ern aus, aber die Rocklänge und vor allem die Frisuren deuteten für mich eher in die 70er. Mit der Hilfe von den wunderbaren Menschen in der “Nähen im Vintage-Stil”-Facebook-Gruppe wurden die späten 60er als wahrscheinlichstes Entstehungsdatum festgelegt.
Das Nähen ging dann schnell von der Hand, ich schnitt die kleinste Grösse, 38, zu und es passte mehr oder weniger ohne Änderungen. Im Nachhinein würde ich die Brustabnäher vielleicht ein wenig tiefer setzen, aber sie sitzen nicht viel zu hoch und sehen daher nicht komisch aus, für’s erste Mal also ok. Beim Tragen neigt es allerdings dazu, hochzurutschen, dagegen sind aber tiefgreifendere Änderungen am Schnitt nötig. Also heißt das Motto bei diesem, ja nicht die Arme bewegen. 
Weil der Stoff so steif und dick ist entschied ich mich gegen Belege und benutzte stattdessen lavendelfarbenes Schrägband am Halsausschnitt und den Ärmelsäumen. Der Riegel in der Taille wurde mit einem Baumwollrest verstürzt, weiss mit gelben Blumen. Leider sieht man ihn an der Kante ein wenig, ich hätte doch besser etwas dunkleres nehmen sollen.
Beim Nähen erwies sich der Stoff als sehr kooperativ, er rutschte nicht und auch meine Nähmaschine meldete keine Beschwerden an. Doch die sehr hohe Webdichte brachte auch Probleme mit sich. Erstens, das ist sicherlich das kleinere, es tat weh! Stecknadeln liessen sich nur mit relativ hohem Kraftaufwand einstechen was schnell zu schmerzenden Fingerkuppen führte. Zudem sieht man die Einstichlöcher immer noch, aber das sollte sich beim Waschen geben. Das zweite Problem ist etwas störender. Weil die Fäden so dicht liegen war es so gut wie unmöglich, die Armkugel einzuhalten, daher hab ich an der Naht doch einige Fältchen.

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here you see the climbing problem, up, up to the sky… hier sehr ihr das Hochrutschproblem….

Was gibt es noch zu sagen? Den Reissverschluss habe ich in Begleitung einer Folge “The great British sewing bee” und einer halben Folge “Bargain Hunting” (ja, ich schaue zu viel BBC) mit der Hand eingenäht, ich hoffe Patrick wäre stolz auf mich. Der Fingerhut war dabei mein treuer Begleiter, ihr könnt  euch vorstellen dass es sonst nicht angenehm gewesen wäre.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Es ist ein Kleid!Irgendwie lustig, einerseits mag ich es sehr gerne , andererseits ist es wirklich sehr neutral. Es ist ein Kleid, in welchem ich als Kind eine Frau gezeichnet hätte: knielang, kurze Ärmel, runder Ausschnitt. Es hat alles was ein klassisches Kleid braucht und lässt jedes interessante Detail vermissen. Damit ist es ein sehr schöner Basis-Garderoben-Bestandteil, gepaart mit Cardigan, Brosche und Ballerinas kann man darin so ziemlich alles machen, zur Arbeit gehen oder auch ein Haus kaufen.
Damit hat mir diese Challenge sehr unerwartet zu einem  Allroundtalent verholfen, sehr gut!

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Couldn’t help, I felt like Peg Bundy with this hairdo.

Sorry, aber ich musste bei der Frisur an Peg Bundy denken.

10 thoughts on “A dress…well, yes, a dress!

  1. Es ist wirklich ein wunderschöner Schnitt, auch wenn er offenbar noch etwas Nachbearbeitung verlangt. Dieser “Einnäher” (keine Ahnung, wie man das nennt) unter der Brust macht einfach unheimlich viel her. Jetzt musst du unbedingt noch die Jacke dazu nähen, die finde ich auch toll. Ach, und dann die graue Strumpfhose zu dem Lila des Kleider und der Schuhe: Herrlich! LG mila

  2. Ein schöner Schnitt, der dir sehr gut steht! Und durch seine EInfachheit unglaublich wandelbar: Mit Korsett und großem Schmuck fürs WGT, mit Strickjacke und Perlenkette um die Schwiegermutter zu beeindrucken, mit Bolero und Gürtel für den Alltag – ich bin ein bisschen neidisch!

  3. Dankeschön. Ja, für eine dünnere Strumpfhose war es dann doch zu kalt. Wollte noch einen grauen Cardigan dazu anziehen, aber der sass sehr unvorteilhaft.
    Der Einnäher ist eigentlich ein Riegel, also komplett verstürzt und nur in die Teilungsnähte eingefasst. Auch wenn er so simpel ist, er betont die Linie wunderschön 🙂
    Ich habe ein wenig Sorge, dass der violette Stoff zu steif für die Jacke ist. Aber vielleicht näh ich das gesamte Ensemble nochmal aus einem anderen Stoff (dünner Wollstoff, Bouclé, fester Jersey…), da möchte ich dann auf jeden Fall die Jacke versuchen.

  4. Danke dir. Es ist ein Mehrgrössenschnitt, ich könnte dir noch 42 (94-72-100) oder 46 (104-82-110) anbieten, wenn du magst.

  5. Very nice! I would love to know how to make myself a piece which is so elegant and practical. I would probably sew it in a few different versions of colors and textures :).

  6. Thank you. It is in fact not a really difficult style. You have these long seams going from the Armholes to the hem, so adjusting it to your bodyshape is pretty easy when you have a helping hand. Yes, I plan to do some more versions of it.

  7. This dress is great — the color looks great on you. I also have purple for the TMS challenge and that is one color that rarely wear. As such, I made anything :).

  8. Thank you. I like purple, but it was coincidence that I had this solid fabric at home, most of my fabrics are patterned and I still try not to buy anything new until I have sewn something with the old stuff, doesn’t work as good as I wish to 🙂
    Will you participate next month? My projects always look terrible on the inside and I will be on holidays for 10 days, so I doubt that I will manage to make something.

  9. I love this dress, beautifully simple and so elegant. And I think Patrick would be proud! We’re loving the Sewing Bee here at the moment too.

  10. Thank you. It’s fun, many of the Projects of GBSB I would judge quite differently, interesting to see what they consider good or bad. Will have to watch yesterday’s episode tonight, hadn’t have the time to watch it on tv.

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