For free and for bad weather

I have had this project finished for already a couple of months. But  somehow  all of a sudden it got warmer and warmer, too warm for it. Although I have to admit, at some point in between I might simply have forgotten that I still had and wanted to photograph it.

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But I’ll start at the beginning. On a visit to one of my favourite charity shop, it must have been two years ago at least, I checked the few items in the “for free”-box in front of the shop. And what I found was a brown midi-skirt made from pure new wool, size 38.
I don’t know about you but to me it screamed 30s the moment I saw it
Size 38 equals international size S, which mostly is a little large for me. Additionally, this skirt was a 1990s-skirt to wear on the hips, not at the waist. Doesn’t sound like much work to do, but obviously already too much as it lay on my to-do-pile until this winter. But a few months ago I finally tackled the task. I removed the waistband, re-shaped the darts and side seams to fit the skirt at the waist (not the centre back seam as I didn’t want to touch the invisible zip), re-attached the lining and the waistband and I was done. Well nearly, as obviously I had measured badly and it was too tight. So I removed the waistband again and re-sewed it while stretching the skirt as much as I could. The few centimetres I won were enough to make it wearable.

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After having worn it one day I topstitched the button-band in the centre front (yes, you don’t need it and still it was perfectly functioning, but tended to gap whilst sitting) and closed the walking slit in the back just until it ended appr. 20cm above the hem.
Now I have a perfect, beautiful and beloved pure wool skirt in a 30s style without paying a bit. And I am happy about the return of April weather for finally getting to wear it (yesterday was beautiful and sunny, but today it is cold and heavily raining).

This is how I found it
This is how I found it

Auf Deutsch:
Dieses Projekt hängt schon seit geraumer Weile in meinem Kleiderschrank, aber irgendwie war auf einmal schon Frühling und das Wetter zu warm für so eine Jupe (Disclaimer: Ich lebe in der Schweiz, ich schreibe nach Schweizer Rechtschreibung, ich benutze Schweizer Worte. Eine Jupe ist ein Rock 😉 ). Zwischenzeitlich mag ich sie aber auch einfach vergessen haben.
Von Anfang an: Es muss vor etwa zwei Jahren gewesen sein, da fand ich in der Gratis-Kiste vor einem meiner liebsten Trödelläden eine Jupe, Midi-Länge, makellos, Grösse 38, reine Schurwolle.

Nun, 38 ist mir etwas zu gross, dazu war es eine dieser 90er-Jahre-Jupes, welche man auf der Hüfte tragen soll und eben nicht wie eine aus den 30er Jahren in der Taille. Nun ja, klingt trotzdem nicht nach viel Arbeit, verschwand aber erst einmal eine ganze Weile im Projekte-Stapel. Nun, wie gesagt, vor einen Monaten befasste ich mich dann einmal eingehender mit dem Projekt. Bund abgetrennt, Abnäher und Seitennähte neu geformt (nur nicht die hintere Mitte, den nahtverdeckten Reissverschluss wollte ich schön in Ruhe lassen) so dass sie schön in der Taille sitzt, Futter wieder darübergeheftet und den Bund wieder angenäht. Hatte mich leider zu früh gefreut weil ich meine Taille dann doch etwas überschätzt hatte und die Jupe partout nicht mehr zu bekam. Also noch einmal den Bund abgetrennt und so stark gedehnt wie nur irgend möglich wieder angesetzt. Die gewonnenen Zentimeter reichten zum Glück aus.

top: fogal – skirt: bardehle, altered – belt: my mum’s – shoes: flea market

Nachdem ich sie einen Tag im Büro getragen hatte, habe ich dann noch die Knopfleiste abgesteppt (ja, man braucht sie nicht, aber sie war voll funktionsfähig) und den Schlitz hinten bis auf 20cm geschlossen.
Damit habe ich nun eine sehr schicke, heiss geliebte Wolljupe die aussieht wie aus den 30ern importiert ohne auch nur einen Rappen dafür zu bezahlen. Und damit macht die Pause vom Sommer draussen endlich einmal Sinn, weil ich euch noch vor dem Herbst Fotos zeigen kann (nachdem es gestern noch sommerlich warm war freuen wir uns hier heute über 11°C und Regen).

See you soon, bis bald

ette

8 thoughts on “For free and for bad weather

  1. Wundervoll! Du siehst immer so unglaublich natürlich in Retrokleidung aus! Ich fühle mich meist verkleidet (hübsch aber nicht so recht “ich”) und du siehst einfach als würdest du dich wohlfühlen…

    1. Dankeschön. Es gibt auch Outfits, in welchen ich mir verkleidet vorkomme, die Schuhe hätte ich zum Beispiel nicht zur Arbeit angezogen, da habe ich Stiefel getragen (als Stilbruch und weil es regnete). Aber sonst muss man wohl einfach ausprobieren, worin man sich wohl fühlt. Ich hatte übrigens ein ähnliches Erlebnis, als ich letzten Herbst ganz kurze Haare, so eine Annie-Lennox-Frisur hatte. Sah toll aus, stand mir, aber passte nicht so recht zu mir, also wachsen sie jetzt fleissig wieder, auch wenn ich von vielen gehört habe, ich solle sie so lassen.

    1. Dankeschön, irgendwie rutsche ich immer mehr in den 30er-Stil, naja, auch nicht schlimm.
      Naja, es sind eher Pseudo-Fingerwellen. Eher so “Haare nach dem Waschen in Wellenlinie festgesteckt”-Wellen, also nicht einmal dreidimensional hochge”wellt”, sondern nur die vordere Kante vor- und zurückgeschoben. Geht schnell und reicht für einen hübschen Effekt, bei richtigen Finger- oder Wasserwellen gebe ich mir dann aber doch mehr Mühe.

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