Japanese leftovers – a 40s dress

Last year, my boyfriend gifted me a bunch of fabrics he had bought in Japan. As Kimonos are sewn from one single bolt of fabric, measuring 36cm x 11.5m (according to Wikipedia), sometimes a little fabric is left, e.g. when the wearer is less tall or wishes shorter sleeves. As these small lengths can’t be used for other kimonos, they are sold for very little money in the kimono shops. And exactly that is, what he bought me (a lot of them ­čśÇ ).

The longest of these fabrics was appr. 3.5m, pretty much for a leftover, maybe there was another reason it was cut and sold. It is a lovely silk with a woven pattern with tiny dots and a large flower print. It was just enough to turn it into a dress, though I had to piece a part of the bodice.

I used a pattern from the mid-40s, already described as a fabric-saving dress. I had already made it in 2012, so I knew it fit and I wouldn’t waste any fabric. It consists of a simple skirt, a bodice with kimono-sleeves and a tight-fitted middle part. With the sleeves and this kind of obi-shaped middle, it always had a certain Japanese touch to me and already the first version I made in an asian-inspired fabric.

I didn’t use the pattern for the skirt, but just joined three lengths of the fabric. I wouldn’t have had enough fabric if I had stuck to the original hem level, so I went up a little above the knee. I am pretty happy that the pattern matching worked as it did. It isn’t perfect, but the effect works. Due to the three seams in the skirt, I moved the zipper to the centre back, but stuck with a short one that ended shortly above the “obi-part”. As I liked the look, I left the seam above the zipper open, the dress is so high-necked that I thought it could need a little party in the back, there is just one button to close the neckline. Neckline and the open edges in the back are topstitched with salmon-coloured silk thread. The arm and skirt hems are hand-sewn, first with a rolled hem, second with herringbone stitch after I finished the edge with a piece of lace.

I call this my champagne-dress: First because the fabric has this very light off-white-grey-champagne colour, second because the weave has tiny dots like little bubbles in a champagne-glass, and third because the zipper I used came from a champagne bottle ice jacket I didn’t have any use for, so I just kept the zipper, you can still see the brand’s initials on the zipper pull.

Letztes Jahr brachte mir mein Freund von seinen Japanreisen (ja, es waren zwei) Stoffe mit. Kimonos werden traditionell aus einem Stoffballen von 11,5m L├Ąnge und 36cm Breite hergestellt. K├╝rzere ├ärmel oder Gesamtl├Ąngen f├╝hren da nat├╝rlich zu Ausschuss. Da daraus keine Kimonos mehr gemacht werden k├Ânnen, werden sie von den Kimonogesch├Ąften f├╝r wenig Geld als Reste verkauft, wobei es sich bei der Stoffbreite und L├Ąngen von meist 0,5 – 2,5m auch wirklich um kleine St├╝cke handelt.┬á

Dieses hier war ein ungew├Âhnlich langes St├╝ck von etwa 3,5m, vielleicht also kein gew├Âhnliches Restst├╝ck sondern sonstiger Ausschluss. Es ist ganz helle Seide mit eingewebtem Punktemuster und grossformatigem Blumendruck. Mit Gest├╝ckel und verk├╝rztem Rock habe ich daraus ein ganzes Kleid geschafft.

Den Schnitt, ein Sparschnitt um 1944, habe ich 2012 schon einmal verwendet und habe das Kleid bis heute. Ich wusste also, dass er passt und ich keinen Zentimeter zu viel zuschneiden w├╝rde. Das Kleid besteht aus einem schmalen Rock, einem weiten Oberteil mit angeschnittenen ├ärmeln und dazwischen ein enges, miederartiges Zwischenst├╝ck (mit Vlieseline verst├Ąrkt bei mir). Mit dem Miederst├╝ck hatte es mich immer etwas an japanische Obis erinnert, auch die erste Version n├Ąhte ich aus asiatisch inspiriertem Stoff.

the 2012 version

F├╝r den Rock habe ich dieses Mal keinen Schnitt genommen, vier Rockteile gab der Stoff nicht her. Stattdessen habe ich drei Bahnen aneinandergen├Ąht und konnte sogar ein wenig auf den Musterverlauf achten. F├╝r ein authentisches Kleid w├Ąre es nun zu kurz, aber nun ja, der Stoff ist es ja auch lange nicht. Die drei Stoffbahnen resultierten in einer Naht in der hinteren Mitte, weshalb der Reissverschluss auch dorthin wanderte. Dieser endet kurz ├╝ber dem engen Teil und weil ich den Effekt mit dem offenen R├╝cken so sch├Ân fand und das Kleid vorne schon so hochgeschlossen ist, habe ich die Naht dar├╝ber kurzerhand offen gelassen und nur noch einen Knopf im Nacken hinzugef├╝gt. Die ├ärmel sind per Hand mit einem Rollsaum versehen, der Saum mit Hexenstich, wobei ich die Stoffkante vorher mit einem Rest Spitze vers├Ąubert habe.

DSCN1800

Ich nenne es ├╝brigens das Champagner-Kleid: 1. passt die Farbe, 2. passt das Webmuster und sieht aus wie perlender Sekt und 3. stammt der verwendete Reissverschluss von einer Flasche Champagner, welcher in einer Stoffh├╝lle kam, f├╝r die ich aber keine Verwendung hatte. Daher hat mein Kleid jetzt die Initialen einer Champagner-Marke auf der Schieberlasche.

See you soon, alles Liebe

ette

Unbenannt