Patt(ern)y Page (Christmas dress pt. 2)

it is supposed to be a pun, I fear. Pattern … Patty …. Betty Page

mh…ok…never mind…

Before I will show you my Christmas dress progress I want to announce something:

Since yesterday my blog has its own Facebook-Page!
If you want to be updated about new posts, informed about things to come or just want to see what I came across in the world wide web that is related to this blog’s and blogger’s field of interest, just like it! All you need to do is to press that little blue button on the right.

But now, the Weihnachtskleid!

I was asked to do this Sew-Along partly in german. And I gladly will. At the end of each post you will find a german summary from now on.
Ich wurde darum gebeten, diesen Sew-Along zumindest teilweise auf deutsch zu schreiben. Dem komme ich gerne nach, daher findet ihr am Ende jedes Posts eine deutschsprachige Zusammenfassung.
Today’s schedule:

Oh, so ein schönes Schnittmuster wird da genäht, ich entscheide mich schnell um
Ich habe mich für mein Traumkleid entschieden und bleibe dabei
Ich nähe mal lieber erst ein Probemodell
Schnitt kopieren, zuschneiden, wer sagt eigentlich, dass Nähen Spaß macht? 

Oh such a lovely pattern, just changed my plans
I found my dress of dreams and’ll stick to  it
Better to do a mock-up first
Pattern tracing, cutting, who said sewing was supposed to be fun?

 The last line is especially fitting. I can’t think of anything I like less in sewing than tracing a paper pattern and transferring this to the fabric (well, maybe unripping seams).
But working with old pattern sheets is at least a little more appealing to me than modern one.

Only to remind you again, my pattern
Only to remind you again, my pattern

Tracing the pattern from the sheet went without any surprises or accidents. Only the skirt length gave me a lot to think about. I seemed as if the pattern asked for a centre front length of 58cm, but a side seam length of 68cm. This looked pretty weird and not at all like in the scheme. But after having compared every single number related to the skirt length I discoverd that the print was blurry and that in fact all “6” were “5”. After this rocky passage I was left with 9 pattern pieces (2x skirt, 2x bodice, sleeve and cuff, jabot, collar and belt). Because the pattern was sized for a 96 bust circumference I had to adjust it, my first proper adjustment ever! The bodice length seemed ok (skirt length will be discussed when everything is done except for the hem), so I only had to change the width. I did this by reducing each bodice pattern piece by 2cm, this makes 8cm less circumference in total. Hope this will be enough (maybe you remember that 40ies patterns for 88cm bust circumference tend to be a tiny bit too large to look good, so I am not yet convinced. But because I fear to make it too small, it’s 20ies after all, I will leave it like this for now).

it is quite small compared to younger pattern sheets, as you can imagine this leads to problems with larger pieces.
it is quite small compared to younger pattern sheets, as you can imagine this leads to problems with larger pieces.

I will do a separate post in the near future on how to work with such an old pattern, but today I will leave it at the project. This is what my final pattern looks like. You can see that it has two darts in the shoulder seams.To avoid shifting their position I moved each of them 1cm to the side. One of them was still in the “to be pleated away for adjustment”-line, so I cut it open, adjusted the pattern and the dart moved as a whole. Afterwards the two darts stil had the same distance from each other and remained somewhere in the middle of the seam.

light lines =old dart position, blue lines= new dart position, red arrow shows you the dart I cut and let overlap while adjusting the pattern to my size. You see that the dart is not distorted though the fold is running through it.
light lines =old dart position, blue lines= new dart position, red arrow shows you the dart I cut and let overlap while adjusting the pattern to my size. You see that the dart is not distorted though the fold is running through it.

Because I changed the bodice, of course I had to change the skirt as well. The rest of the pattern pieces looks like in the image above, I am sure you can imagine this in tissue paper.

bodice and skirt pattern pieces, already adjusted
bodice and skirt pattern pieces, already adjusted, 20ies skirt patterns really aren’t interesting at all…

Next step will be to transfer the pattern onto the fabric. This means plaid matching, wish me luck (haven’t yet decided what to cut on the bias and what not).
And no, I won’t do a mock-up. Most patterns tend to be too large, so my standard solution is start cutting and shifting seams like mad. Somehow it was wearable most of the times. Additionally, a 20ies pattern with so many straight seams is not a coat or a close fitting suit and I have so much of this darn pink plaid that I could make three dresses without any problems. So if this is really going to fail, I’ll just start anew 😉

Auf Deutsch

Da mein letzer Post noch keine Zusammenfassung hatte, ein kleiner Rückblick:
Den Schnitt, für den ich mich entschieden habe, fand ich Anfang des Jahres in einem Buch über Stickerei aus den 20ern. Ich bin nähtechnisch gänzlich unerfahren mit Mode dieser Zeit, zudem habe ich dank eines missglückten Projekts vor fünf Jahren eine Abneigung gegen karierte Stoffe entwickelt. Beide dunklen Flecken in meiner Vita möchte ich mit diesem Projekt also ausmerzen.
Stoffe sind daher ein rosa-braunes Karo (synthetisches, gab es mal günstig bei Butinette) und für die Details rosa Baumwoll-Samt (aus einem Trödelladen).
Sobald ich verstanden hatte dass die Rocklänge in der vorderen Mitte nicht 10cm kürzer ist als an den Seitennähten (58<>68cm), sondern der Druck so verlaufen ist dass er aus den 5en lauter 6er gemacht hat, ging alles ganz problemlos und aus dem Liniengewirr wurde schnell ein Schnittmuster.
Der Schnitt ist für 96cm Brustweite angegeben, viel zu viel für mich. Habe daher sowohl beim Rock als auch beim Oberteil, vorne und hinten, 2cm Weite pro Schnittteil weggenommen, das macht 8cm total, sollte langen (hoffe ich doch). Das komplizierteste war noch die beiden Abnäher in der Schulternaht zu verschieben, aber sonst sieht es so aus, als hätte ich meine erste vernünftige Schnittanpassung erfolgreich bewältigt (normalerweise näh ich einfach enger und schneide weg bis es passt). Die Länge des Oberteils schien zu stimmen, wo der Saum schlussendlich endet entscheide ich sowieso erst ganz am Schluss.  Dank des Gürtels der die Ansatznaht bedeckt und des Saumbesatzes habe ich da ja recht viel Spielraum, sollte es doch zu lang sein.
Als nächstes heißt es nun, den Schnitt auf den Stoff zu bringen. Dafür muss ich mich aber erstmal entscheiden, was im schrägen und was im geraden Fadenlauf geschnitten wird. Und dann gilt es, Dämonen  Karos zu bändigen.

See you soon, love,

ette

12 thoughts on “Patt(ern)y Page (Christmas dress pt. 2)

  1. OH my! Da hätte ich ja schon beim Blick auf die vielen Linien längst aufgegeben. Ich harre gespannt der Näh-Dinge, die da noch folgen werden. LG mila

  2. hi,
    als vintage-liebhaberin und insbesonders technische detailfanatikerin war zuerst total begeistert von deinem projket.. dan aber kam schnell die kaltdusche beim lesen..
    das schöne und was mich insbesonderen interessiert hätte, wie das wohl so ist mit dieser typischen nach hinten versetzten schulterlinie. wie trä#gt sich das und wie wirkt es auf die dynamik und die silhouette.. aber dann hab ich gelesen,dass du das verändert hast, also gibts für mich in diesem punkt keine neue erkenntnisee..schade..
    das,was früher mal anders war hatte hand und fuss und war wirklich total clever! man hat dies und das niemals einfach so reingemacht ohne tiefen sinn dahinter.
    ich bin trotzdem sehr neugirig und werde dir auf deinem weg folgen:-)
    viel erfolg!

  3. Schön, dass du hergefunden hast!
    Allerdings kann ich dir nicht ganz folgen. Das einzige was ich getan habe, ist den Schnitt von 96cm Brustweite auf 88cm zu verkleinern, weil er mir sonst einfach viel zu gross gewesen wäre. Die Schulterlinie bekommt dadurch zwar eine Kante und muss begradigt werden, aber verändert habe ich sie abgesehen davon nicht. Allerdings sieht das Rückenteil recht gross aus, ob die Schulternaht also wirklich deutlich nach hinten versetzt wird kann ich jetzt noch gar nicht sagen.
    Dass ich die Abnäher verschoben habe, ging nicht anders. Sie waren so eng beieinander, die Mehrweite rauszunehmen hätte dazu geführt, dass sie übereinander gelegen hätten. Und die Weite seitlich davon wegzunehmen hätte sie entweder Richtung Arm oder Hals verschoben, das wollte ich auch nicht. Also im Gegenteil, ich habe versucht, die Grösse zu verändern und sonst möglichst wenig in den Originalschnitt einzugreifen.
    Denn ja, wie du schon sagst, jedes Schnittdetail hat einen Sinn und Bedeutung. Ich glaube dass eine nach hinten versetzte Schulter (aber auch Seitennaht, siehe 19. Jahrhundert und früher) die Trägerin von hinten zarter, kleiner und schmaler erscheinen lässt. Von vorne dürfte eine Schulternaht wie wir sie heute kennen ebenfalls mehr auftragen als wenn sie hinter dem höchsten Punkt liegt. Dazu kommt, dass eine Schulternaht auf der Schulter ziemlich sichtbar ist, auch von vorne. Ein Designelement bis hinter den höchsten Punkt der Schultern zu führen und da erst die Naht anzusetzen heisst auch, diese Naht aus dem Sichtfeld zu nehmen. Bei meinem gelben 1940-Kleid sieht man das eigentlich sehr schön, die geraffte Front wird auch auf der Schulter nicht unterbrochen, eben weil die Naht nach hinten versetzt ist.
    Eigentlich dürftest du es bei mir nicht erleben, dass ich Schnittdetails ändere, ohne einen guten Grund zu haben. Ich bin Kostümhistorikerin und daher eben an solchen Sachen interessiert.
    Alles Liebe,
    ette

  4. Naja, eine Turnüre aus dem Stoff fänd ich jetzt eher kompliziert (genug Stoff wär da^^) 😛
    Also der Schnitt hat ja viele schön gerade Linien, daher hoffe ich, dass das kein Eigentor ist und nicht komplizierter wird als ich es erwarte.
    lg ette

  5. Dann schau dir mal Schnittmuster der 40er an, die sind noch viel schlimmer 🙂 Der Schlüssel ist eigentlich nur Konzentration und Transparentpapier. Ich plane, nochmal einen separaten Post zu schreiben, wie man mit solchen Schnittmustern umgeht. Dann wird es hoffentlich klarer, so sehr Hexenwerk ist es gar nicht 😉
    lg ette

  6. Ja, ich hoffe doch. Vielleicht sollte ich mit dem Schnitt noch bis Dienstag, auf deinen zweiten Post warten. Das Übertragen an sich kannte ich ja schon, aber zB auf die Platzierung der Linien auf der Brust hätte ich nie und nimmer geachtet, daher hast du mir da in jedem Fall sehr geholfen.
    Schön, dass dir die Zusammenfassung hilft, dann lohnt es sich 🙂
    lg ette

  7. Wirlich schön geworden! Und er wirkt so modern, gar nicht als wär der Schnitt schon 100 Jahre alt. Sowas mag ich sehr gerne, danke für den Link.

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