Pretty much exactly 104 years later…a jacket

Sometimes one project can suck all the energy off my sewing mojo. An attempt to sew a 1925 dress was such a project. I didn’t like the fabric, I didn’t like the fit, I encountered far too many problems and it took me ages to finish only to see I had miscalculated the length and the dropped waist had dropped down to my mid-thighs. I am still not sure what to do with this unfortunate project, but I knew I needed some distraction if I wanted to keep my love for sewing alive.

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So I turned to something completely different. I found a diagram for a wrap jacket in “La mode illustrée” from May 24th, 1914. The pattern was meant to be ordered, but I doubt I would have been successful trying this. As the diagram had the fabric dimensions given, I copied it and enlarged it with ruler and square on an old sheet, assembled it and tested the fit. Surprisingly, it did work pretty well without alterations, though it looks completely different than the drawing. But as I liked it, I directly used the muslin as my pattern. For the jacket, I used a black virgin wool-cashmere-mix, dark red virgin wool gabardine for collar, cuffs and facings (which are still the same scraps from the red fabric I used in this handbag) and a synthetic but beautiful burgundy satin crepe (whose Color unfortunately clashes with the red wool, but it’s not too bad).

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The result is not perfect, but totally wearable. I leave you with the diagram, in case you want to try it yourself. The instructions for how to fit the jacket are very detailed, but in french. I plan to do a tutorial for this one, but I’ll need a little time for it, sorry.

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Es gibt so Projekte, die nehmen einem fast die gesamte Lust am Hobby. Ein Kleid nach einem Schnitt von 1925 war so eines in den letzten Monaten für mich. Der Stoff war schrecklich, es sass nie richtig, immer wieder gab es Probleme und das Ganze brauchte einfach eine Ewigkeit und wurde dadurch nicht besser. Am Ende hatte ich mich noch verrechnet und die tief sitzende 20er-Jahre-Taille baumelte bei mir irgendwo auf den Oberschenkeln herum. Das vermaledeite Ding liegt irgendwo in der Ecke, ich bin noch unschlüssig, ob ich einen letzten Versuch wage. Aber in jedem Fall brauchte ich etwas Ablenkung, etwas ganz anderes, was mich wieder auf positive Gedanken brachte.

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Also nahm ich mir einen Schnitt vor, den ich in der “La mode illustrée” vom 24.5.1914 fand. Es gibt eine sehr ausführliche Anleitung und ein Schnittdiagramm, den Schnitt selbst musste man eigentlich bestellen. Nun ist das nach der Zeit nicht mehr ganz so einfach, weshalb ich die besagte Seite kopierte und den Schnitt mit Lineal und Geodreieck auf ein Bettlaken vergrösserte und direkt zusammennähte. Das Probeteil sah der Zeichnung immerhin entfernt ähnlich, aber sass doch ganz anders. Egal, es gefiel und ich benutzte die Schnittteile direkt als Schnittmuster für die eigentliche Jacke. Diese ist aus schwarzer Schurwoll-Kaschmir-Mischung und Resten von dunkelrotem Wollgabardine (immer noch derselbe, aus dem ich diese Tasche gemacht habe), gefüttert mit einem weinroten Kreppsatin (Polyester, aber sehr schöner Stoff, der sich nur leider etwas mit dem Gabardine beisst).

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Das Ergebnis ist nicht perfekt, aber doch tragbar. Vorerst lasse ich euch das Diagramm da, falls ihr euch auch daran ausprobieren wollt. Eigentlich möchte ich schon noch eine richtige Anleitung dazu schreiben, aber dazu muss ich mich noch einmal dieser sehr langen Anleitung auf Französisch widmen, das wird also noch dauern.

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See you soon, love

ette