Silk flowers don’t age

Some projects do take their time. This is definitely one of them and that definitely not because of its complexity, but my fear and afterwards my lazyness.

First there was the fabric. I showed it on this blog when I bought it (in march 2012!), but this was under a different name and a different URL, the post doesn’t exist anymore and I doubt anyone will remember.
It is a border-printed pure silk satin, beautifully shiny and soft and…so expensive! I can’t tell you the exact price anymore, but I know that it was the most expensive fabric I ever bought (I think it was something like 80 CHF for the pattern repeat). I had no idea what to make from it and wanted to avoid cutting it. So my initial thought was to turn it into a dress, something like a simple gathered layer on top of a boned bodice. But this dress never left the planning level.

In march 2015 I spent my holidays in Iceland and visited the largest fabric shop I have ever been in, Virka in Reykjavik. But apart from two fat quarters for my English quilt I didn’t buy any fabric. Instead they had a lot of patterns on sale and also a lot of american sewing books that are not easy to come by on the continent, so this is what I spent my money on.

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One of the patterns was this Burda vintage re-issue. And as we got a wedding invitation for the following September, I knew that I needed to sew something for this event. Searching for the right fabric I stumbled across my treasured satin and thought “why not?”.  To avoid cutting it, as I still feared that, I did close the fabric to a tube, matching the pattern in the centre back, and only sewed the darts without cutting them (but unfortunately I used a coloured chalk that is still visible). Due to this the upper fabric is a little wider than in the original pattern, but as the upper edge was meant to be gathered it didn’t alter the dress , but made it only a little more blousy. The silk is very thin and I had to add a lining which, unfortunately, is 100% synthetic fibre.
For the belt and the yoke I used anthracite coloured silk I still had in my stash (and that I bought together with the printed one). I still have enough left if I decide to make the matching jacket.

As the silk for the yoke is very stiff compared to the printed silk, I thought I wouldn’t need interfacing. That was a mistake, as I discovered later. When I wanted to give the dress its final press, my iron spit some not so clean water on it an I panicked. I didn’t want the stains to dry, so I put it in the bath tub and washed it cold. It helped, the stain was gone, but as a result I had to iron the dress again and the water had caused the silk gum in the stiff silk to vanish, therefore it is now kind of wobbly. I am still not sure wether to replace it with a new, interfaced yoke.
Another downer after this was when I finally tried it on. The shoulders just stood up and looked ridiculous. I didn’t want to undo the yoke before the wedding, but I wanted to get rid of these wings, so I threaded some elastic in between the outer edge and the topstitched seam and pulled it down a little. Now it looks kind of unevenly gathered but I can live with that.

Since the wedding I haven’t worn it again, that’s why I never came to blog about it and only show it now, only 10 months after I finished it.

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Manche Projekte brauchen ihre Zeit. Dieses hier jedoch nicht weil es so anspruchsvoll ist, sondern weil ich ängstlich und faul bin.

Am Anfang war der Stoff. Gekauft habe ich ihn bereits vor einigen Jahren (März 2012) und sogar hier im Blog vorgestellt. Damals hiess er noch anders und war auch unter einer anderen Adresse zu finden, lang ist es her und wahrscheinlich erinnert sich niemand mehr daran.
Es ist ein bedruckter Seiden-Satin, er ist weich und glänzend und…er war sehr teuer. Ich weiss es nicht mehr genau, aber es ist der teuerste Stoff, den ich je gekauft habe (ich meine es war etwas um 80 Franken für den Musterrapport). Ich hatte keine Idee für diesen Stoff, aber ich wollte ihn ungern zerschneiden. Also schwebte mir vor, den Stoff als Kleid über einer Art Korsage zu drapieren. Über die Planungsphase kam dieses Projekt nie heraus.

Der zweite Akt begann dann in Island, wo ich im März 2015 Urlaub machte. An einem Nachmittag besuchte ich Virka in Reykjavik, wohl das grösste Stoffgeschäft, in dem ich je war. Und obwohl ich kaum Stoff gekauft habe (nur zwei Fat Quarter für meinen Quilt), habe ich doch etwas Geld da gelassen. Zum einen weil sie einen Schnittmuster-Ausverkauf hatten, zum anderen weil sie eine ganze Reihe amerikanischer Handarbeitsbücher hatten, die man in Europa nicht so einfach bekommt.

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Eines dieser Schnittmuster war Burda 7253. Im September bekamen wir dann eine Einladung zu einer Hochzeit und ich wollte dafür ein neues Kleid nähen, da kam mir der Schnitt gerade recht. Und auf der Suche nach dem passenden Stoff fiel mir wieder diese Seide in die Hände und ich dachte “warum nicht?”. Um ihn nicht zu zerschneiden, nähte ich ihn mustergerecht zu einem Schlauch zusammen, so war er etwas breiter als das Schnittmuster, aber das macht das Kleid nur etwas weiter und ändert nichts gross am Schnitt. Die Abnäher sind nur eingenäht, nicht aufgeschnitten (dummerweise habe ich die mit oranger Kreide angezeichnet, die bis heute nicht rausgehen will). Da der Satin recht dünn ist musste ich ihn füttern, an dieser Stelle kommt leider ein Polyester-Futter ins Spiel. Für die Passe und den Gürtel nahm ich einen anthrazitfarbenen Seidenstoff (den ich lustigerweise zusammen mit dem bedruckten gekauft habe), aus welchem ich wenn nötig auch noch die Jacke nähen könnte.

Da diese dunkle Seide sehr steif ist dachte ich, ich könnte auf Einlage verzichten. Nun, das war ein Fehler. Beim finalen Bügeln entschied mein Bügeleisen, dezent dreckiges Wasser auf die Seide zu spucken und versetzte mich leicht in Panik. Sofort wusch ich das Kleid in der Badewanne kalt aus und der Fleck war zum Glück weg. Dummerweise aber auch der Seidenleim, der die Passe so schön steif gemacht hatte. Jetzt ist es leider etwas wabbelig und nicht mehr so schön glatt, mal sehen, vielleicht ersetz ich das nochmal.
Bei der finalen Anprobe kam dann der nächste Supergau, die Schultern standen ziemlich unschön ab. Da ich so kurz vor der Hochzeit die Passe auf keinen Fall abtrennen wollte, habe ich stattdessen ein Hutgummi zwischen der Steppnaht und der verstürzten Naht am Armloch durchgezogen. So sieht es nicht ganz perfekt aus, aber es ist ok.

Da ich es seit dieser Hochzeit nicht mehr getragen habe, hat es dieses Kleid irgendwie nie bis in diesen Blog geschafft, aber jetzt, 10 Monate danach dann endlich.

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dress – ette/Burda pattern 7253, shoes – vintage/Amuse Brocante Bern

See you soon, love

ette

5 thoughts on “Silk flowers don’t age

    1. Das war auch recht aufwändig, die Naht habe ich brav mit der Hand gemacht, weil der Satin doch recht rutschfreudig ist.
      Und die Stoffmenge richtet sich nach dem Rapport, das waren glaube ich 1,20m. Aber viel anderes wäre mit der Menge nicht möglich gewesen und dafür gefällt mir der Schnitt doch recht gut.

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