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More bling Monsieur Poiret!

Since my Umbridge-fiasco I had planned to sew another, more wearable 20ies dress, not immediately, but someday.

Then a couple of weeks ago I found an invitation in my mailbox, to a 20ies-charleston-party!
As everyone knows, first reaction to this kind of invitation shouldn’t be “yeah, how cool!” but “ohgoodgodwhatcanIwearIhavenothingtowearohhelpitalreadyisinonemonthtime”, don’t you know?
I asked the host if my Umbridge-dress would fit, that I could play the “girl feeling out of place”, but she insisted that the dresscode was “flapper” and not just “20ies”.

One of my secrets is: I do actually own a real flapper dress, no fringes but tulle covered with sequins. Unfortunately it is in terrible condition. Too torn to be of value for any museum or collector, but complete. I have already bought silk organza and plan to sew this underneath the torn tulle-base to make it wearable again. But I don’t want to rush with this project and I knew it to be impossible to do in a few weeks only. Additionally even though it would have matched the dresscode, if I manage to make it wearable again I wouldn’t wear it to party, it would be a pity if I ruined it on such occasion (I think a sophisticated New Year’s Eve dinner would be a better place to kill it ,-) )

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So, to cut a long story short, sounded like an excuse to sew a dress, didn’t it? 😀
Unfortunately I had to learn that I don’t own many fabrics that would be suitable for a 20ies-party-dress and I was unsure wether to choose fabric or pattern first, as both seemed to be a bit problematic. As I only had one fabric that matched and that I had enough of and that I was willing to use for this endeavor (sorry, no silk satin for a 20ies-test-run), the fabric was chosen first. A black poly-saree-Chiffon with gold and silver border-print I had bought in an Indian fabric shop in Lyons back in 2012. I had always planned to turn it into a skirt, but somehow this glitter always seemed too much to wear everyday and I didn’t like it for being pure plastic. But well enough for a fancy dress, finally.
I chose a Poirot-dress-pattern from 1922 I found in Nora Waugh’s “The pattern of women’s clothes”. Because it was part of a collection that doesn’t exist any longer I can’t show you a photo of the dress, I was unable to find it.

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The pattern is really genius. In fact is consists of nothing more but two rectangles, well, the rectangle on the back is stricly speaking a trapeze, being wider on the upper end than on the hem. The genius part is that the back rectangle is larger. It is wider, but because the dress is so wide anyway you can place the seams on the sides of your body, causing the fabric to gather more in the back than in the front. And it is also much longer. Part of this additional length hangs down from the shoulder seams but the length from the arm opening to the shoulder seam is longer than in the front, too. These two things, additional armhole length and overall width, make the rear rectangle form kind of a sack. With the help of the tassels on the part that hangs down the back, the dress is pulled backwards, causing these “sacks” to open as wide as possible. When wearing it, they work like sleeves, covering the upper half of the arms when bend.
And that is not all: According to the drawing in the book, on the fabric of the original dress are asian motifs in the front and the back, so it has kind of an exotic vibe to it. The excessive length on the back above the shoulder seams is just long enough to wear it as a headscarf or place over the shoulders, so it is a dress that allowed you to play with the Image of the foreign, exotic dancer.

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Unfortunately my sewing Mannequin was badly adjusted, therefore I made this dress much too short (again!), but I think for a little bit of party it is still good enough. And some day I might try the pattern again, maybe in a gorgeous silk crêpe to wear as a real gala-dress.

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Auf Deutsch

Seit meinem Unfall mit dem Umbridge-Kleid habe ich im Hinterkopf, irgendwann noch einmal ein vernünftiges 20er-Jahre-Kleid zu nähen.

Vor einigen Wochen fand sich in meinem Briefkasten zu meiner grossen Freude die Einladung zu einer Charleston-Party. Nun, wie ihr wisst reagiert man auf eine solche Einladung standesgemäss nicht mit “super, das wird toll!” sondern mit  “achdujewassollichanziehenichhabenichtszumanziehenundwelcheschuhesollichnehmenhilfeeee”, wisst ihr, ne?
Ich fragte dann die Gastgeberin, ob mein Umbridge-Kleid zum Fest zugelassen sei, ich könnte das Mauerblümchen spielen, das sich auf einer solchen Party fehl am Platze fühlt. Dezent wurde ich darauf hingewiesen, dass der Dresscode “Flapper” und nichr einfach “20er” sei. Das hiess wohl nein.

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Um ehrlich zu sein, ich besitze sogar ein echtes Flapper-Kleid. Keines mit Fransen, aber flächendeckend mit Pailletten bestickt. Leider ist es in einem katastrophalen Zustand, viel zu schlecht um für Sammler oder Museen von Wert zu sein, aber komplett. Ich habe bereits Seidenorganza gekauft, um damit das gesamte Kleid zu unterlegen und die Pailletten durch den zerissenen Tüll-Grund aufzunähen. Das könnte es tatsächlich wieder tragbar machen, aber ich möchte es nicht überstürzen und es ist sicher keine Arbeit, welche ich in der Kürze der Zeit nebenbei hätte beenden können, also hab ich gar nicht erst angefangen. Dazu kommt, selbst wenn es tragbar wäre, für eine solche Party wäre es mir zu schade. So ein Kleid will mit einem Knall gehen, wenn dann ruiniere ich es auf einem pompösen Sylvesterball!

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Lange Rede kurzer Sinn, es sah ganz so aus, als hätte ich eine Ausrede, ein Kleid zu nähen. Wie sich herausstellte bot mein Stofflager keine grosse Auswahl an geeigneten Stoffen und ich überlegte zunächst, ob ich erst den Stoff oder erst das Schnittmuster aussuchen sollte. Am Ende blieb nur ein einziger Stoff der nicht nur geeignet für ein Kleid solcher Art war, sondern zudem noch in ausreichender Menge vorhanden war und den ich bereit war für dieses Partykleid zu opfern (für so ein schnelles Projekt wollte ich nun keinen Seidensatin opfern, ohne den Schnitt zu kennen). Es wurde also ein schwarzer Polyester-Chiffon, ein Sari-Stoff mit gold- und silberfarbenem Glitzerdruck und Bordüren an beiden Kanten. Ich hatte ihn in einem indischen Stoffgeschäft in Lyon 2012 gekauft und hatte eigentlich vorgehabt, ihn in einen Rock zu verwandeln. Es passte dann irgendwie nie ganz und dass er Plastik war schreckte mich auch ab, aber für ein Kostüm ist er jetzt absolut in Ordnung.

Bei Nora Waugh fand ich dann auch einen Schnitt, ein Poiret-Kleid von 1922. Leider ist als Besitzer eine Sammlung angegeben, die nicht mehr existiert, so dass ich euch kein Bild vom Original zeigen kann.

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Das Schnittmuster ist absolut genial! Im Grunde genommen sind es nur zwei Rechtecke, wobei das hintere ein leichtes Trapez ist, wenn man es ganz genau nimmt. Das geniale ist, dass das rückwärtige Rechteck grösser ist als das der Vorderseite. Zum einen ist es breiter. Das Kleid ist so weit dass die Seitennähte trotzdem an der Körperseite liegen können, aber dafür wird die Rückseite dann natürlich stärker gerafft wenn die Schärpe drum kommt. Zudem ist das Schnittteil auch länger, viel länger. Ein der Teil Überlänge hängt oberhalb der Schulternähte einfach auf den Rücken herab, aber auch die Strecke zwischen dem Ende der Seitennähte und der Schulternaht ist länger als auf der Vorderseite. Diese Mehrweite und -höhe sorgen dafür, dass das Rückenteil an den Armlöchern wie eine Art Tasche fällt. An dem von der Schulter herabängenden Stück hängen noch Quasten, die ziehen zusätzlich an den Schultern und sorgen dafür, dass die “Taschen” so gross wie möglich sind. Beim Tragen funktionieren diese Öffnungen wie Ärmel, wenn man die Arme anwinkelt verschwinden die Ellbogen darin und man hat züchtig bedeckte Oberarme.
Und dann kommt noch etwas dazu: Laut der Schnittzeichnung finden sich auf dem Originalkleid asiatische Motive vorne und hinten auf dem Kleid, ein Hang zum Exotismus lässt sich also nicht leugnen. Nun ist die überschüssige Länge die am Rücken herabhängt genau so lang, dass man sie wie einen Schleier über den Kopf legen kann oder auf über die Schultern drapieren. Das Kleid lädt geradezu dazu ein, angeheitert nach zwei Gläschen Champagner die exotische Tänzerin zu mimen.

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Leider hat sich die Höhe meiner Schneiderpuppe mal wieder verstellt, weshalb es wie schon das letzte Mal ein zu kurzes 20er-Jahre-Kleid geworden ist. Aber für eine Party vollkommen tauglich! Und vielleicht zauber ich den Schnitt irgendwann noch einmal aus einem luxuriösen Seiden-Crêpe, dann aber bitte für eine richtige Gala.

See you soon, alles Liebe

ette

A bag when you need one

(Sorry, the post about the Saree-fabric-dress you might have seen on facebook has to wait a few days more)

Earlier this year I purchased a small folder filled with a series of booklets from the 1920ies, the “Manuel de Modes Sunlight”. Each booklet of this “Sunlight fashion compendium”, as the title would be in English contains one lesson. Sunlight used to be a soap brand, interesting is that they obviously kept the English name in Switzerland, but switched to the odd name “Sunlicht” in Germany (Björn wrote a very interesting post on the history of the brand, sadly only in German). If this booklets could be purchased or if you needed to collect stamps or wrappings to get them, I don’t know, there isn’t even a date in them.
But “modes” is not used as we would understand the word “fashion” today, but describes the things we would ascribe to a miliner or a modiste (compare to the historical french expression “marchande de modes”). The vast majority of the tutorials are for making hats in all shapes and materials. But there are also a few patterns for knitprojects, ties, children’s wear and handbags.

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And one pattern that can’t neccesarily be described as a handbag, but it is a bag after all. The pattern is called “Tablier-Réticule”, so “apron-handbag”. The drawing is pretty self-explanatory:

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The lower end of the apron is worked double and works as a bag, drawstrings enable to close the bag whilst the upper part of the apron is hidden inside.

As I said, most of the patterns and instructions in the book are for making hats, so this apron is meant to be handy for a miliner, for example when visiting a client and adding decoration onto a finished base. I have seen comparable aprons with pockets made from leather worn by shoemakers. Now, we are not dressing a shoemaker, but an elegant 20ies miliner, so of course the tutorial advises  us to use silk for this apron, how very sophisticated. At least it also states that the apron could as well be used when knitting or embroidering.
And, to make it more fashionable, of course you could change the shape at the bottom or the overall size.

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The instructions are very detailed, very long and in french. It is explained in every detail how much seam allowance you have to add here an how wide the ribbon has to be there. Honestly? This is an apron, not a custom made corset! It doesn’t matter at all if it is 1cm longer or shorter, in my opinion. This is the pattern diagram, for me it was completely sufficient to sew this project, I ignored both the instructions and the advise to make a paper pattern. So please excuse that I didn’t translate four pages of french instructions.

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I chose a sheer polyester fabric that mimics dupioni silk in its structure, it was given to me years ago as a leftover from some curtains. Add a bit of very stiff lace instead of the ruffles (has to be made of something plastic-like as well), a white embroidered cotton ribbon (used to be a table decoration for a christening or something like that, found it at the charity shop) to tie and some cheap satin ribbon, advanced stashbusting I would call it 🙂

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My version is significantly smaller than the measurements given in the diagram above (-10cm in height and -10cm in width), simply because I didn’t have more fabric. But I do like the size it has, when using the original length the bag would have hung much too low to be comfortable within reach.

And as I am neither an elegant french miliner nor in need of a bag for my embroidery projects, I use my apron to store my clothes-pegs in it.

I hope you like this tutorial, feel free to sew your own apron and let me know, I would love to see your version!

auf Deutsch

(Falls ihr auf das Kleid aus meinem Facebook-Spoiler gewartet habt, sorry, das braucht noch ein paar Tage)

Anfang des Jahres fand ich auf dem Flohmarkt einen kleinen Stapel Hefte in Französisch, zusammengebunden und in einer passenden Mappe, wie man es heute manchmal noch bei Zeitschriften-Abos sieht. Die Hefte waren aus den 20ern und bildeten das “Manuel de Modes Sunlight” in 12 Lektionen, jedes Heft eine. Sunlight war eine Seifenfirma, interessanterweise hiess sie zu diesem Zeitpunkt in Deutschland schon “Sunlicht”,in der Schweiz wurde der Name offenbar nicht geändert (über die Marke hat Björn vor einiger Zeit einen tollen Post geschrieben). Ob man diese Büchlein einfach kaufen konnte oder man sie für Sammelmarken oder leere Seifenpapiere bekam, ich weiss es nicht.
Nun definiert dieses “Sunlight Lehrbuch der Mode” die Mode nicht in unserem heutigen Sinn, sondern enthält Anleitungen die man heute einem Hutmacher oder einer Putzmacherin zuschreiben würde (diejenigen von euch, die sich für historische Mode interessieren kennen wahrscheinlich den Begriff “marchande de modes”). Die allermeisten Anleitungen darin sind Hüte in allen Formen und Materialien. Zusätzlich gibt es noch eine Handvoll Strickanleitungen, Krawatten, Kinderkleidung und Handtaschen.

Ja, und noch etwas, was man nicht wirklich als Handtasche beschreiben kann, aber doch irgendwie eine Tasche ist, eine “Tablier-Réticule”, also eine Schürzen-Tasche. Wenn man sich die Zeichnung ansieht muss man eigentlich nicht mehr viel erklären, das untere Ende der Schürze ist doppelt gearbeitet und bildet eine Tasche, mit Zugbändern kann diese dann auch verschlossen und der obere Teil darin versteckt werden.

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Genäht ist die Schürze aus einem Polyesterstoff mit Dupionseiden-Struktur, den ich mal als Überbleibsel einer Gardine geerbt habe. Dazu ein wenig komische steife Plastikspitze anstelle der Rüsche, ein Tischband aus bestickter Baumwolle aus dem Trödelladen als Bindeband und etwas billiges Satinband, fertig und der der Materialvorrat um ein paar Schrankleichen ärmer, sehr schön!
Die Schürze ist etwas kleiner als in der Vorlage angegeben (10cm kürzer und auch 10cm schmaler), ich hatte einfach nicht mehr Stoff. Aber wenn sie so lang gewesen wäre, hätte ich nicht mehr ohne Verrenkungen hineingreifen können, also ist es für mich so besser.

Nun, ich bin weder eine elegante französische Modistin noch brauchen meine Stickprojekte ein neues Zuhause, daher ist da ganz schnöde mein Wäscheklammerbeutel geworden.

Falls euch der Schnitt gefällt und ihr ihn euch auch näht, schreibt mir bitte, ich würde sehr gerne Bilder von euren Versionen sehen.

See you soon, alles Liebe

ette

 

…we advise you to keep your seatbelts fastened at all times…

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What did she say? …I’ll sew comfortable dresses with 1/2-sleeves and not too much waist, she said. And what did she do? Fell in love with a 30ies-dress-pattern that does fulfil neither the one nor the other premise. I guess that’s how it goes, don’t you think 😉

Before you ask: I am fine. Yes, chemotherapy is crap and the first days afterwards are not really pleasant, but after this I feel better and it takes me one week to get back to normal, I even go to work the week after this (therapy is every other week, so I always have two weeks to recover). And next Monday I’ll have my final therapy already, I am so happy that it was discovered early enough so it can be treated with such a short therapy. Keep your fingers crossed that the CT scan will show no more cancer cells at the end of this month.
Sorry I kept you waiting for so long, the days I felt good have been pretty busy. When I am not working friends and family want to drop by to see how I feel or I myself want to spend the days somewhere outside instead of blogging. I can’t tell you how frequently I will post in the future, we’ll see 😉

Now, let’s talk about sewing. Shortly after I had finished the 20ies dress from my last post I fell in love with a dress I found in a “Vobachs Familienhilfe”-magazine from 1935 (the left one).

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As a fabric I chose a cotton-mix with a little stretch that had been in my stash for a very long time, I can’t even tell you when or where I bought it. It was not quite enough, that’s why the dress is a little on the short side for 1935.

I had to alter the dress a little because the pattern size was too large.  But apart from this everything went pretty straightforward. Despite the suit look, it actually is a dress, underneath the belt the seam that attaches the skirt to the bodice is hidden.

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When I was nearly done I had to realize that not a single button I owned fit the colour of the fabric, neither did the bakelite belt buckle I had planned to use. So this was to become one of the very few projects I actually took to the haberdashery shop to search for Buttons. And I found them, although they were amongst the most expensive buttons I ever bought. In the same shop I found this perfectly matching 50ies belt buckle. Now the fun part of it? I had no motivation at all to sew buttonholes, so not a single one of the buttons actually serves its purpose. Both, the four on the side and the two in the back, cover press fasteners, the two on the shoulders do nothing at all but to look beautiful.

On the technical drawing you can see the construction: sleeves and yoke are cut in one piece, but you have a seam on the top of the sleeve. The seam between the front part and the yoke is covered with this little flounce that serves as a facing as well and goes completely round the neckline.

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In the same magazine was the pattern for a small hat. Because I had a red fabric that matched the stripes of the main fabric very well I dipped my toes into milinery. Well, sort of, in fact it is just a cap, no buckram or wire included, so in fact I just sewed it like everything else. Somehow it looks better in the drawing than in real life, I can’t help but feel like a stewardess.

And now? I need red and white shoes, definitely!

Auf Deutsch

Wie war das? …Ich plane gemütliche Kleider mit halbem Arm und wenig Taille…sagte sie. Und dann? Verliebte sie sich unsterblich in einen Kleiderschnitt aus dem 30ern der weder die eine noch die andere Voraussetzung erfüllt. Ich glaube das ist normal, oder;-)

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Bevor jemand fragt: Es geht mir gut. Ja, Chemo ist Mist und die Tage danach nicht gerade angenehm. Aber danach geht es aufwärts, nach etwa einer Woche geht es mir fast wie sonst auch, die Woche danach kann ich sogar normal arbeiten (ich bekomme die Therapie im Zwei-Wochen-Rhythmus, habe also immer zwei Wochen um mich vor der nächsten zu erholen). Nächsten Montag werde ich schon meine letzte Therapiesitzung haben. Ich bin wirklich froh, dass es so früh entdeckt wurde und man es dadurch mit einer doch relativ kurzen Therapie behandeln kann. Drückt mir die Daumen dass das CT am Ende des Monats dann keine bösen Zellen mehr zeigt.
Es tut mir leid, dass ich euch so lange habe warten lassen, die Tage an denen es mir gut geht sind recht voll. Wenn ich nicht arbeite wollen Familie und Freunde sehen, dass es mir gut geht und falls nicht fällt mir meist irgendetwas ein, was ich bei dem Wetter draussen machen will. Mal sehen wie es in Zukunft mit dem regelmässig bloggen klappen wird 😉

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Nun, kommen wir zum Nähen. Kurz nachdem ich euch hier das 20er-Jahre-Kleid vorgestellt hatte verliebte ich mich in ein Kleid aus „Vobachs Familienhilfe“ von 1935 (in der Zeichnung links).
Schnell wählte ich dazu eine Baumwoll-Mischung mit wenig Stretch, die schon so lange in meinem Vorrat liegt, dass ich weder sagen kann woher noch wann ich sie gekauft habe. Leider war es recht wenig, weshalb das Kleid für 1935 wohl als skandalös kurz gelten darf.

Den Schnitt musste ich ein wenig ändern, da das Schnittmuster mir zu gross war, das ging aber alles recht gut. Auch wenn es wie ein Zweiteiler wirkt, es ist wirklich ein Kleid. Der Rock wird dort an das Oberteil genäht, wo der Gürtel sitzt, so ist die Naht versteckt.

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Als ich fast fertig war musste ich feststellen, dass meine doch reiche Knopfsammlung keinen einzigen Knopf enthielt, welcher zu diesem Projekt passte, ebenso musste ich lernen, dass die geplante Gürtelschnalle zu dunkel war. Damit wurde dies zu einem der ganz wenigen Projekte, mit welchem ich in ein Kurzwarengeschäft marschierte und Knöpfe aussuchte. Nebenbei bemerkt habe ich wohl noch nie so viel Geld für Knöpfe ausgegeben, allerdings fand ich im selben Laden eine farblich perfekte Gürtelschnalle (nur farblich, zeitlich aber wohl 50er, aber was soll’s), das versöhnt mich. Und das lustige? Ich hatte keine Lust auf Knopflöcher, weshalb sowohl die Knöpfe im Nacken als auch die an der Seite lediglich Druckknöpfe verdecken. Die an den Schultern waren von vornherein als Deko konzipiert.

Die technische Zeichnung zeigt die Konstruktion ganz schön, Ärmel und Passe sind wie Raglanärmel aus einem Stück, allerdings gebogen und daher mit Naht auf dem Arm. Die Naht zwischen Vorderteil und Passe wird durch einen Volant abgedeckt, an diesen angeschnitten der Halsbeleg, welcher sich bis zum Verschluss im Nacken rumzieht.

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Im selben Heft fand sich ein Hut-Schnittmuster. Und da ich noch etwas roten Stoff hatte, versuchte ich mein Glück als Hutmacherin. Naja, auch nicht ganz. Da weder Steifleinen noch Draht noch sonstwas involviert waren, war es doch nur ein Nähprojekt wie jedes anderes. Irgendwie gefällt es mir auf der Zeichnung besser, meine Variante lässt mich doch stark an eine Stewardess denken.

Und jetzt? Brauch ich rot-weisse Schuhe!

Bis bald, love

ette

And then life happpens

I have long struggled if I should write about my absence here at all. Foremost, this is a blog about beautiful things, about fashion, old, inherited stuff and all the tiny titbits between. If I would simply decide to take a break to come back later, this would have been completely ok.

But first of all I  was overwhelmed by your kind comments, your emotions, your offerings even though you don’t even know me. I didn’t answer them but do know, they meant a lot to me. THANK YOU SO VERY MUCH. You don’t read the blog because of some random old dress, you read it because of me and that struck a cord deep inside of me.

Second, in the last few weeks I have experienced how easy it is to fall into a deep black hole but also how already small things can make it less deep again very quickly. Your reactions to my last post were such small things, sewing something is another. So maybe keeping this blog going could help me to keep going, to share my everyday victories with you could make them even bigger victories for myself. I can’t tell if I will be able to post regularly, I am not even sure if I will be able to sew in the months to come, but we will see what the future can bring.

Some other bloggers have been helping me in the last weeks without even knowing. Bloggers who share their worries, their pains, their shadows with us all. They made me realize how helpful it could be to write about the things we suffer from and how it eases the pain to know that you are not alone in that dark hole, but that everyone has one, no matter how deep or less deep it is. Jessica and Rochelle have never hid their indispositions from their readers and taught me a lot about how to accept and love your live despite the hard bits. Andie wrote a very touching post about life with chronical pain, Annika about her life with an autoimmune disorder, Lauren also helped to wipe off the gilding of perfection with her peek behind the scenes and Michou isn’t shy to reflect the fears and thoughts on herself quite regularly on her blog.

I was diagnosed with cancer in early April, an early  stage of Hodgkin’s lymphoma. My chances to beat this are very good, but the way is going to be tough nontheless.

Being faced with something like this changes priorities in life. I don’t even like to visit flea markets anymore, because what use has collecting old stuff when you can’t use it, when you have planned all the time for a future that will now be so different from anything you imagined (still I can’t deny that I am still happy if I convince myself to go to one, but I do want to concentrate more on the things I already have instead of buying new)
But practical needs change as well. Nausea is a common side effect of chemotherapy, nothing to wear 50ies-wasp-waist-dresses with. And the permanent catheter in my upper arm increases my need of summer-garments with at least half-sleeves significantly.

So the times I feel better and able to sew, I will try to make as many beautiful garments to make me feel comfortable as I can and every single one will be celebrated as a success over depression and fatigue, over desperation and body issues (it is not easy to accept that the body you have learned to love is trying to kill you).

After all, this is a sewing blog, so let’s start 🙂

This dress may have been the easiest, maybe even the most boring project I have ever made. All you have to do is cut a large rectangle (I tore it, like this you have really straight edges on the grain and it makes hemming easier), hem it (I even used my hemming-foot), finish the neckline (I faced it with bias binding), sew two seams and make two holes next to them. Done, ready to wear, next!

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It may be boring, but it is so incredible quick that this doesn’t matter.  And it is a great way to use all this insanely patterned summer fabrics that only get busier with every seam.
The fabric I bought on sale years ago, 2€/m, I bought 3m. The plan to turn it into a floor-length maxi dress (so it was this year when these were very en vogue) was never realized. I never tested the fibres, but I assume it to be viscose, maybe mixed with something synthetic. I also made a wrap-dress from it after finishing this one, now it is nearly completely gone. Yay to stashbusting.

The pattern is a 20ies one I found over at The Midvale Cottage Post. If you don’t know this blog yet, take a look, Kathleen has already posted dozens of valuable 20ies sewing tips and tutorials.
The most time consuming thing was to adapt the instructions to my measurements, because I am admittedly a pretty tiny person. Instead of a 36″-wide fabric I made my rectangle 31″ wide, the height of my armhole is 9″ and not 16″ and the seams are placed 5″ away from the edges, not 6″. The tutorial says nothing about the length of the dress, my rectangle was 80″ long. If you are good in calculating you might end up with a width of 21″ between the seams. This is a comfortable width for me, but it is a little narrow towards the hem, large steps are not that easy. Next time I would leave the last bit of the seam open or place the seams not completely parallel.
Oh, and yes, I ignore the fact that is is described as a negligee, we don’t live in the 20ies anymore and I was not ashamed at all to wear it in public 🙂

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Auf Deutsch

 Ich habe lange  mit mir gekämpft ob ich auf meine Abwesenheit hier eingehen soll oder nicht. In erster Linie ist dies ein Blog über schöne Dinge, über Mode, alte Erbstücke und all die Winzigkeiten dazwischen.
Wenn ich für mich entschieden hätte eine Auszeit zu nehmen und wäre irgendwann wiedergekommen, es wäre absolut ok gewesen.

Doch ich war vor allem überwältigt von all euren Kommentaren, euren Emotionen, eurer Hilfsbereitschaft obwohl ihr mich doch gar nicht kennt. Ich habe keinen von ihnen beantwortet aber ich möchte dass ihr wisst, sie haben mir so viel bedeutet. ICH DANKE EUCH VON GANZEM HERZEN! Ihr lest diesen Blog nicht wegen ein paar alten Kleidern, sondern wegen mir und das hat mich sehr berührt.

Zudem habe ich in den letzten Wochen gelernt, wie einfach man in ein tiefes Loch fallen kann, aber auch wie bereits kleine Dinge helfen, es weniger tief werden zu lassen. Eure Reaktionen auf meinen letzten Post waren solch kleine Dinge, nähen ist ein anderes. Diesen Blog in Bewegungzu halten kann also vielleicht auch helfen, mich in Bewegung zu halten, indem ich meine kleinen alltäglichen Erfolge  mit euch teile werden sie vielleicht noch ein  bisschen wichtiger und größer für mich selber. Ich kann euch heute nicht sagen, ob ich wieder regelmäßig posten kann, ich weiß nicht einmal ob ich in den nächsten Monaten nähen können werde, áber das wird sich alles zeigen.

Einige andere Bloggerinnen haben mir in den letzten Wochen sehr geholfen, ohne es selber zu wissen.  Bloggerinnen die ihre Sorgen mit ihren Lesern teilen, ihre Ängste, ihre Schmerzen und die Schatten mit denen sie leben. Sie halfen mir zu verstehen, wie heilsam es sein kann, uns die Dinge unter denen wir leiden von der Seele zu schreiben und dass allein das Wissen hilft, nicht alleine  in einem dunklen Loch zu stecken, sondern dass wir alle unsere Löcher haben, ganz egal wie tief oder wenig tief es sein mag. Jessica und Rochelle haben aus ihren Erkrankungen nie ein Geheimnis gemacht und haben mir gezeigt, wie man sein Leben annehmen und lieben kann trotz aller Widrigkeiten. Andie hat einen sehr berührenden Post über ihr Leben mit chronischen Schmerzen geschrieben, Annika über ihre Autoimmunerkrankung, Lauren hat ihren Teil dazu beigetragen dass wir hinter die Vergoldung der  polierten Blogposts schauen können indem sie uns hinter ihre Linse schauen lies und Michou scheut nicht davor zurück, ihre Ängste und Gedanken über sich selbst regelmäßig in Blogposts zu reflektieren.

Anfang April wurde bei mir die Diagnose Lympfdrüsenkrebs gestellt, Hodgkin-Lymphom im Frühstadium. Meine Chancen auf Heilung sind sehr gut, aber der Weg wird trotzdem sehr steinig. 

Mit so etwas konfrontiert zu werden lässt einen seine Prioritäten überdenken. Ich habe nicht einmal mehr Lust auf Flohmärkte, denn was bringt mir das ganze Zeug was ich zur Verwendung in irgendeiner diffusen Zukunft kaufe, wenn diese Zukunft so ganz anders wird als ich sie mir ausmale (trotzdem genieße ich es , wenn ich denn doch nochmal einen besuche, aber ich möchte mich doch mehr auf die Sachen konzentrieren, die ich schon habe und nicht mehr so viel Neues kaufen).
Auch ganz praktische Dinge müssen neu überdacht werden. Die unvermeidbare Übelkeit während einer Chemotherapie verträgt sich nur schlecht mit 50er-Jahre-Wespen-Taille und der dauerhafte Katheter in meinem Oberarm lässt Kleider mit halblangen Ärmeln auf einmal ein großes Desiderat in meinerSommergarderobe werden.

Also, solange es mit gut geht und ich nähen kann werde ich versuchen, so viele schöne Dinge wie möglich zu zaubern, um mich gut zu fühlen und um jedes einzelne als  Sieg gegen Depression, Fatigue, Verzweifelung und  ein negatives Selbstbild zu feiern (es ist hart zu akzeptieren, dass der Körper, den man lieben gelernt hat, einen umbringen möchte).

So, zu was anderem, ist ja ein Näh-Blog hier 😉

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Das ist wohl das einfachste Kleid das ich in meinem Leben genäht habe, vielleicht auch das langweiligste. Alles was man tun muss ist ein Rechteck zuzuschneiden (ich habe gerissen, so hat man perfekte Kanten im Fadenlauf und das säumen geht einfacher), es zu säumen (mit Rollsaumfuß, ganz faul) , den Halsausschnitt umzunähen (meiner ist mit Schrägband belegt), zwei Nähte zu schliessen und daneben noch zwei Löcher zu machen. Fertig, anziehen, nächstes!
Es mag langweilig sein, aber es geht auch so unglaublich schnell dass das egal ist. Und es ist ein tolles Schnittmuster für all die schrecklich gemusterten Sommerstoffe im Vorrat, die  mit jeder Naht nur noch psychodelischer werden.
Den Stoff habe ich vor Jahren im Sale gekauft für 2€/m, 3m hab ich mitgenommen. Eigentlich wollte ich daraus ein bodenlanges Maxikleid machen (es war in diesem Sommer, also die so in Mode waren), hab ich aber nie. Brennprobe hab ich nie gemacht, ich vermute es ist Viskose, vielleicht mit was synthetischem. Nach diesem Kleid hab ich daraus noch ein Wickelkleid nach Burda genäht, jetzt ist er fast aufgebraucht. Nimm das, Stoffberg!

Das Schnittmuster stammt aus den 20ern, gefunden habe ich es bei The Midvale Cottage Post. Wenn ihr den Blog nicht kennt schaut mal vorbei, Kathleen hat dutzende tolle  Tipps und Tutorials aus den 20ern gepostet. Das aufwändigste war, den Schnitt auf meine Maße anzupassen, ich bin nunmal ein winziges Persönchen. Statt des 36″-breiten Stoffs ist mein Rechteck nur 31″ breit, mein Armloch ist 9″ und nicht 16″ hoch und die Nähte sind 5″ und nicht 6″ von den Kanten entfernt. Im Tutorial ist keine Länge angegeben, mein Rechteck ist 80″ lang. Wenn ihr mitgerechnet habt kommt ihr nun auf einen Abstand zwischen den Nähten von 21″. Das ist für mich eine bequeme Weite, am Saum wird es jedoch etwas eng, weite Schritte oder Stufen sind nicht so einfach. Beim nächsten würde ich einfach die Naht ein Stück offen lassen über dem Saum oder die Nähte nicht parallel setzen, sondern leicht anschrägen.

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Sorry, my eyes are closed but I wanted you to know I am still smiling 🙂

Ach und ich ignoriere, dass es als Negligée bezeichnet wird. Wir leben nicht mehr in den 20ern und ich bin damit ganz ungeniert in aller Öffentlichkeit rumgerannt 🙂

See you, hopefully, soon, thank you so much for being with me, love

ette

Journey to the far east…

Well, were should I start….

Back in 2012 I read a beautiful post on 1950ies Sari-dresses on Tuppence Ha’Penny Vintage. Obviously the 1950ies loved the gold-decorated fabrics and mixed them as well as some Sari-style elements with european contemporary fashion.

This put me back even further in time. In the early 2000 my father worked as as service technician, traveling half the world to install and repair the machines his company sold all over the globe. It must have been 2005 when he travelled to Pakistan for a couple of weeks. As you can imagine we children, my brother and I were always very curious to hear from his travels and sometimes he even brought us some gifts. This time he brought me a traditional garment he found at a Pakistani market. I always thought of it as a Sari, but obviously it is a Shalwar kameez with a dupatta: wide trousers, a long top with slitted sides and a matching scarf, I am sure you know this kind of garment, though you didn’t know its name.

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Unfortunately he was neither able to talk to the seller nor able to read the sizes on the wrapping. So when I unwrapped it I found myself face to face with a huge, huge! page of trousers and a not quite as large top (the trousers are meant to be wide and are gathered with a cord when worn, but this was still much too large for me).
Of course I was happy nontheless, thinking I could alter it sometime in the future ( I had just started sewing). So it went into my closet. Here you can see it hanging behind me in 2005, during me moving into a new apartment (therefore the wardrobe still misses its curtains).

18-year old me, deciding which old greeting cards should be discarded
18-year old me, deciding which old greeting cards should be discarded

And there it hung for years. At some point I actually planned to fit it, but then I thought ‘when would I wear it’ and my motivation was gone the same second. At the same time I liked to fact of having three different, but matching fabrics, although we could argue about their beauty (still have to think of 1990ies nightgowns somehow).
Until the above mentioned post. As soon as I saw the dresses made from Sari-fabrics I had to think of my own oriental garment in the wardrobe nearby. But it took me until 2015 to actually realize this plan. Ten years, four moves, tree diploma (the university-entrance one from school and two at two different universities), two countries, this Shalwar kameez has seen a lot of my life.

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I knew I couldn’t turn this into an evening dress as the examples linked above, mine wasn’t silk fabric with gold embroidery, but printed cotton. So I searched for a pattern to make something like an everyday dress. I found it in my 1955/6-Lutterloh-book (see Klara, sooner than I thought!), a blouse with a matching skirt. I enlarged the pattern using my measurements and it fit without any alterrations (!). What I did alter a little was the skirt: I knew I wanted to use the scarf as a ruffle at the bottom. Because it was very wide I cut it in half and gathered it until it fit the width of the skirt pattern at half length (well, actually 2/3), the top part I cut according to the pattern.

For the top part of the skirt as well as for the facings of the blouse, I used the trouser’s fabric, the blouse itself was cut from the top fabric. I made bias binding from the trouser fabric to finish the sleeves and the hem and added a pocket into one of the skirt’s seams (Lutterloh patterns are very basic, they include the major pattern pieces, but things like facings, waistband or pockets have to be added and drafted yourself). The front parts and the collar of the blouse as well as the waistband are enforced with fusible interfacing. I only had three of the white buttons so I went for an assymetric closure instead of the two-row variant shown in the pattern. The skirt closes with a clear plastic button and two press buttons (the pleats hide any opening, so a zipper wasn’t necessary).

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The two parts together are really…special. I don’t think I will ever wear them like this, the colours are a little too wild for my taste, therefore I styled it a little over the top. But I can easily imagine wearing the skirt with a white blouse or maybe even the blouse with high-waist-trousers. At the moment I wear a navy blue cardigan with it, so only the collar is peeking out. Like this and with matching navy shoes it might even work as a standard outfit.

Whilst the fabric pattern isn’t really oriental and the term Sari is wrong, I still think of it as my Sari-dress and it makes sitar-melodies stick in my brain. This and the fact that today’s post will be the last one in march because I will use the two weeks off work to come as two weeks off blogging and will maybe spend some days away from home, it seems fair enough to link to this month’s Krea-Kränzchen, themed “Fernweh”, so wanderlust.
I won’t be posting here for the next two weeks. Because I start a new job next month I don’t think I will be able to hold my twice-a-week-post-frequency, but have to limit it to one post a week from April on, I’m sorry.

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So…wo fange ich an…
2012 las ich einen sehr schönen Post über 50er-Jahre Kleider aus Sari-Stoffen auf Tuppence Ha’Penny Vintage. Offenbar mochte man damals die gold-bestickten Sari-Stoffen und nähte modische Kleider mit exotischen Details daraus.

Das widerum warf mich zeitlich noch weiter zurück. In den 2000er Jahren arbeitete mein Vater als Servicetechniker und kam mit Reparaturen und Inbetriebnahmen in der ganzen Welt herum. Es muss 2005 gewesen sein, als er für wenige Wochen in Pakistan arbeitete. Wie ihr euch vorstellen könnt waren mein Bruder und ich immer neugierig, was er diesmal zu erzählen wusste und manchmal brachte er uns auch etwas mit. Dieses mal bekam ich ein traditionelles Gewand, welches er auf einem pakistanischen Markt gekauft hatte. Lange dachte ich, es sei eine Art “Alltags-Sari”, in Wahrheit nennt sich dieses Gewand aber Salwar Kamiz und besteht aus Salwar, einer Hose, Kamiz, einem langen Oberteil und der Dupatta, einem langen Schal. Auch wenn man den Namen nicht kennt, gesehen habt ihr dieses Gewand höchstwahrscheinlich alle schon einmal.

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Leider konnte sich mein Vater mit dem Verkäufer absolut nicht verständigen und verstand auch die Größenangaben auf der Packung nicht. Als ich mein Geschenk auspackte, sah ich mich daher mit einer wahrhaft gigantisch großen Hose konfrontiert sowie einem geringfügig weniger großen Oberteil (die Hosen sind weit geschnitten und werden zusammengebunden, aber es war trotzdem viel zu gross).
Natürlich freute ich mich trotzdem und war zuversichtlich, das ganze irgendwann mal auf meinen Körper anzupassen. Daher wanderte es erst einmal in meinen Schrank. Oben seht ihr ein Foto das während eines Umzugs 2005 gemacht wurde, hinter mir im Schrank seht ihr es hängen.

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Ja, und da hang es erstmal. Zwischendurch nahm ich mir dann wirklich vor es zu ändern. Dann überlegte ich, wann ich so etwas tragen würde und meine Motivation sank zugleich wieder. Gleichzeitig gefiel mir der Gedanke, drei zusammenpassende Stoffe zu haben, auch wenn man sich darüber streiten, ob sie so schön sind (ich muss bei der Farbkombination die ganze Zeit an 90er Jahre Nachthemden denken).
Bis ich dann den oben verlinkten Post las. Bei den Sari-Kleidern musste ich sofort an das lila Mitbringsel denken, das da neben mir im Schrank schlummerte. Aber es brauchte doch bis dieses Jahr, bis ich das Projekt endlich in Angriff nahm. 10 Jahre, vier Umzüge, drei Abschlüsse (Schule und an zwei verschiedenen Universitäten), zwei Länder, dieser Salwar Kamiz hat sehr viel von meinem Leben gesehen.

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Mir war klar, dass ich kein Abendkleid aus diesen Stoffen nähen könnte, es ist keine gold-bestickte Seide, sondern bedruckte Baumwolle. Daher schwebte mir eher sowas wie ein Tageskleid vor. Fündig wurde ich in meiner Lutterloh-Ausgabe von 1955/6, eine Bluse mit dazu passendem Rock. Den Schnitt habe ich mit meinen Maßen vergrössert und komplett ohne Änderungen genäht. Einzig den Rock habe ich an die Dupatta angepasst: Ich wusste, dass der Schal als Saumrüsche Verwendung finden sollte, also schnitt ich ihn in der Mitte durch. Danach war er immer noch so breit wie ca. 2/3 der Rocklänge. Ich rüschte ihn auf die laut Schnittmuster erforderliche Weite und ergänzte den oberen Teil mit dem Stoff der Hose. Aus demselben Stoff schnitt ich die Belege der Bluse sowie Schrägband für die Ärmel und den Blusensaum. Die Bluse selber schnitt ich aus dem Kamiz.

Lutterloh-Schnitte geben nur die absolut notwendigen Schnittteile an, Belege, Bünde und ähnliches muss man sich dazu basteln. Daher fügte ich auch direkt noch eine Tasche in eine der Rocknähte ein. Der Rock schliesst am Bund mit einem durchsichtigen Knopf und darunter mit zwei Druckknöpfen, durch die ganzen Falten reicht das vollkommen. Bund, Kragen und Belege sind mit Vlieseline verstärkt. Da ich von den großen weißen Knöpfen nur drei hatte entschied ich mich für diese assymetrische Lösung, abweichend von der Zeichnung.

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Nun, zusammen getragen ist es wirklich sehr…speziell. Die Farben sind mir auch einfach zu viel. Daher konnte ich nicht anders, als es für die Fotos absolut over-the-top zu stylen. Mit einer weißen Bluse stelle ich mir den Rock aber tatsächlich sehr schön vor, oder auch die Bluse mit einer Hose. Grad trag ich eine dunkelblaue Strickjacke drüber, so schaut nur der Kragen raus. Zusammen mit dunklen Schuhen könnte das sogar alltagstauglich sein.

Obwohl der Stoff nichts orientalisches hat und die Bezeichnung Sari falsch ist, in meinem Kopf bleibt das mein Sari-Kleid und ich muss die ganze Zeit an Sitar-Musik denken. Das und dass dies  mein letzter Post ist, bevor ich mir zeitgleich zu zwei arbeitsfreien Wochen auch zwei Blog-freie Wochen gönne (und vielleicht sogar ein paar Tage wegfahre), machen dieses Projekt einen schönen Beitrag zum diesmonatigen Krea-Kränzchen mit dem Thema “Fernweh”.
In den nächsten zwei Wochen wird es hier also sehr ruhig sein. Da ich ab April zusätzlich einen neuen Job habe, werde ich den 2x-die-Woche-Rhythmus wohl nicht beibehalten können, nach der Pause geht es dann wohl mit nur einem Post pro Woche weiter, sorry.

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blouse and skirt: ette with Lutterloh-patterns – hair veil: flea market – flower brooch: nos, gift from mum – belt: from my family – gloves: antique shop – shoes: Siemes Schuh Center – fragrance: Stella McCartney-Sheers

 See you in april, love

ette

My new sewing machine – It’s 1969

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So, welcome to the first post in my serie “My new sewing machine“. As you might have already imagined, I was eager to sew something with my new Bernina. I won’t talk much about the machine again, as I have already written a whole post about her.

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The attachment list of the Bernina dates from 12/1968, the machine itself was made in early 1969, according to the serial number. So, what was 1969 like?

(all information from the above linked Wikipedia-page)
Looking back 1969 seems to have been all about space. In early  January  the Soviet union sends probes to Venus and Soyuz spaceships  into the sky, the US sends Mariner probes to mars only weeks later and uses Apollo 9 and 10 as test runs for the lunar mission. The hightlight of course being the moon landing of Apollo 11 on July 20, followed by the moon landing of Apollo 12 already in november.

While the Beatles give their last public performance in January and John Lennon marries Yoko One in march, Elvis is in the middle of his comback and Led Zeppelin release their first Album. In August the famous Woodstock Festival  turns three days into an immortal part of music history. “The Godfather” is published and the “Sesame Street” comes to american living rooms, both influencing pop culture until today.

Technical progress can be marked by the first implant of an artificial heart, the maiden flight of the Boing 747 and the first test flight of the Concorde in France, while inMoscow the Tupolev TU-44 had had her first flight already on New Year’s Eve of 1968, two months earlier. These two are the the only commercial supersonic aircrafts until today.

Politics: Richard Nixon becomes president of the USA, Georges Pompidou of France, Willi Brandt chancellor of West Germany (in the same year, Muammar Gaddafi takes over power in Libya, imagine how long all the other politicians had retired and how recently Gaddafi was ousted). The Vietnam war is present age as still is the Cold war.

Born in 1969: Michael Schumacher, Marilyn Manson (interesting side note: the Manson Family was very active later in 1969 and Charles Manson arrested for the crimes he had commited), Dave Grohl, Alexander McQueen, Cate Blanchett, Steffi Graf, Oliver Kahn, Jay Z, Richard Hammond and so many more

Died in 1969: Boris Karloff, Dwight D. Eisenhower, Judy Garland, Walter Gropius, Otto Dix, Rocky Marciano, Ho Chi Minh and so many more

So, this would be in your mind or in the near future if you had got a new sewing machine in 1969. While history knows no copyright, magazines do, so I won’t be able to show you a bouquet of 69’s fashion, but limit myself to some links: here’s what you find when you search the V&A’s online database for fashion from that year, see it as a little “défilé de mode”. The seamstress might be more interested to sewing magazines of the said year, here you can find the Burda issue of march 1969, the issue I made today’s project from.

First I thought of this project as a complete fail. I mean, when you get a sewing machine that can do so many interesting and decorative stitches, my project maybe wouldn’t be your first choice. But on the other hand, maybe I first wanted to test the sewing before I headed towards the more fancy bits, no-one said I can only write one post about each sewing machine 😛

So, this is the project I went for:

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I don’t wear trousers that much, but if, I mostly wear jeans. simply because that’s all I have, I didn’t own one single pair of trousers made from another fabric when I started this project. So I thought, why not sew something I could use better than a fancy late 60ies dress I would most probably never wear. In my stash I found navy blue trouser-fabric, a polyester-viscose-spandex-fabric with a little stretch.

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I can’t tell you much interesting about the sewing itself. The hips were much too round and I had to alter them more than once, I am still not happy with them, but it’s ok. The trousers close with a zip in the front, the belt is completely seperate and optional to wear. I lined it with some patterned Ikea-fabric, the same fabric I used for the facing inside the waistband. A leftover of plastic boning gives it the stiffness it needs, I assume the original was made from sturdier fabric.

The pattern was surprisingly short. I am shorter than the average woman and the hem was even higher as you see now and I still would like it to be a little longer.

Well, not the best fitting project, but wearable.

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And to save the best for last: Each day you can pick up a free newspaper on Switzerland’s stations (not very high journalism, but well, it’s for free), each friday the same boxes contain a fashion and lifestyle magazine. This friday said magazine told me, that the 70ies will be very “en Vogue” this year. And look what was featured in the photo gallery: Navy blue flared trousers in a polyester-acetate-cotton-fabric by miu miu. Price? 650€. Considering that my fabric cost me 15CHF I still have plenty of room (meaning money) to produce the perfect fitting navy-blue-trousers for this season and will be, for once, totally fashionable.

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Auf Deutsch:

So, es hat ein Weilchen gedauert, aber endlich, willkommen zur ersten Folge meiner Serie “My new sewing machine“, was wäre wenn meine Nähmaschine neu wäre?
Da mein letzter Neuzugang die Bernina 730 war, lag es nahe, mit dieser Maschine zu beginnen. Viel zu ihr sagen muss ich glaub ich nicht mehr, sie hat ja bereits einen eigenen Post bekommen.
Während die Packliste im Koffer von 12/1968 datiert, ist die Maschine laut Seriennummer vom Anfang des Jahres 1969. Also, was passierte denn damals so? (ich habe als Grundlage für die Daten die englische Wikipedia-Seite genommen, daher verlinke ich hier zur englischen Version ).

Das Jahr 1969 stand ganz im Zeichen der Raumfahrt.  Während die Sowiet Union Soyuz-Kapseln startete und Sonden zur Venus schickte, machte die Nasa ähnliches mit Mars-Sonden und startet die Apollo-Missionen 9 und 10 als Testläufe für die Mondlandung. Die Landung der Apollo 11 auf unserem Trabanten am 20 Juli ist wohl allgemein bekannt, bereits im November landete dann die zweite Mondmission, Apollo 12, ebenfalls dort.

Im Januar gaben die Beatles ihren letzten Live-Auftritt und John Lennon heiratete Yoko Ono, Elvis war mitten in seinem Comeback und Led Zeppelin veröffentlichten ihr erstes Album. Das Woodstock-Festival im August ging in die Musik-Geschichte ein.  Mario Puzo veröffentlichte sein Buch “Der Pate” und  die erste Folge der Sesamstrasse flackerte über amerikanische Fernsehbildschirme, beide haben bis heute ihren Einfluss auf die Popkultur nicht verloren.

Auch technisch tat sich einiges. Das erste provisorische künstliche  Herz wurde implantiert, die Boing 747 hatte ihren Jungfernflug und die Concorde hob das erste Mal zu einem Testflug ab, zwei Monate nach dem ersten öffentlichen Flug der Tupolev TU-44, beide bleiben bis heute die einzigen kommerziellen Überschall-Flugzeuge.

Jaaa, Politik: In den USA wird Richard Nixon Präsident, in Frankreich Georges Pompidou. Westdeutschland sieht Willi Brandt Kanzler werden (um sich mal über die Verhältnisse klar zu werden: Alle drei Politiker sind schon so lange Teil der Geschichte. Im selben Jahr übernahm Muammar  Gaddafi die Macht in Libyen und dass er entmachtet wurde ist ja nun wirklich nicht lange her). Der Vietnamkrieg gehörte ebenso  zur tagtäglichen Wirklichkeit wie der kalte Krieg zwischen den Blöcken.

Wer wurde geboren:
Michael Schumacher, Marilyn Manson (interessant übrigens, dass 69 ebenso das Jahr der Manson-Family-Morde und der Verhaftung von Charles Manson ist),  Dave Grohl, Alexander McQueen, Cate Blanchett, Steffi Graf, Oliver Kahn, Jay Z, Richard Hammond und viele weitere.

Wer starb:
Boris Karloff, Dwight D Eisenhower, Judy Garland, Walter Gropius, Otto Dix, Rocky Marciano,  Ho Chi Minh und viele weitere

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So, das wäre also die  Gegenwart bzw. die nahe Zukunft Anfang 1969. Während Daten und Geschichte kein Copyright kennen, tun es Zeitschriften durchaus, so dass ich euch keinen bunten Bilderbogen der 69er Mode zeigen kann.  Als kleine Modenschau soll euch diese Auswahl der Mode-Sammlung des V&A dienen. Für die Hobbynäherinnen natürlich interessant, was nähte man denn 1969?  Hier ein Link zur Burda-Ausgabe vom März 1969, der Ausgabe aus welcher das heutige Projekt auch stammt.

Am Anfang dachte ich,  ich hätte eine totale Fehlentscheidung getroffen. Wer so eine Maschine mit Zierstichen bekommt, näht doch keine Hose?! Nun ja, vielleicht mag ich sie erstmal kennenlernen, die Zierstiche kommen dann später 😛 Sagt ja niemand, dass jede Nähmaschine nur einen Post bekommen darf.
Da ich nicht viele Hosen trage, aber wenn dann Jeans (einfach weil ich nur Jeans habe) , dachte ich es wäre an der Zeit für eine Stoffhose.  Einen dunkelblauen Polyester-Viskose-Spandex-Hosenstoff hatte ich noch da und los ging es.

Über das Nähen kann ich gar nicht viel spannendes verlieren. Die Hüften waren viel zu rund, ich musste die Naht mehrere Male ändern, inzwischen geht es, auch wenn perfekt was anderes ist. Die Hose wird ganz normal mit Reissverschluss in der Mitte geschlossen, der Gürtel ist optional. Mit dem gleichen Blümchenstoff  wie innen im Gürtel habe ich auch den Beleg in der Hose gemacht. Damit die Ecken nicht umknicken ist er mit einem Rest Plastikkorsagenband verstärkt.

Der Schnitt ist auffällig kurz. Ich bin ja schon kurz geraten, aber die Hose wie ihr sie seht ist schon unterhalb der eigentlichen Saumlinie umgenäht und ich hätte sie sogar gerne noch ein Stückchen länger gehabt.

Im grossen und ganzen nicht perfekt, aber tragbar.

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Und das Beste zum Schluss: Jeden Tag gibt es hier in der Schweiz an den Bahnhöfen eine Gratis-Zeitung. Nicht grad die hohe Kunst des Journalismus, aber dafür eben gratis. Freitags liegt anstatt dessen eine Mode-Lifestyle-Zeitschrift in den Verteiler-Boxen. Diesen Freitag sagte mir das bunte Papier, dass die 70er in diesem Jahr absolut im Trend wären. Und was war auf einem der Fotos zu sehen? Dunkelblaue Stoffhosen aus einem Polyester-Acetat-Baumwoll-Gemisch von miu miu. Der Preis? 650€
Der Sitz von meiner Variante mag nicht perfekt sein, aber da ich für den Stoff auch nur 15 Fr. gezahlt habe, bleibt mir reichlich Spielraum um  das Höschen zu perfektionieren und nur ein einziges Mal komplett auf Höhe der Mode zu sein. Wahnsinn…

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blouse: Nine Bird (via Fizzen) – trousers: made by me using Burda magazine 3/1969 – shoes: vintage (via Fizzen)

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Soviel für heute, alles Liebe

So much for today, see you soon,

ette

A dress…well, yes, a dress!

Besides the stacks of patterns and sewing magazines that are stored in boxes on my bookshelf, I always have a small number lying around, either because I like them and really want to make them or because these would be garments my wardrobe is lacking or that could help getting rid of some special fabric.

This pattern had been lying on this stack a little while. I like it because it is such a simple and yet beautiful design. It seemed to make a good wardrobe basic made from solid coloured fabric but could also be a stunning showpiece if made from an interestingly patterned one.
When the Monthly stitch challenge for February was announced I very quickly decided to finally try this one. The challenge was “solid colours” and you were given a colour depending on the first letter of your first name. My name gave me purple to work with. I had already considered trying this pattern with a very stiff purplecotton  tabby I had in my stash and now the time had definitely come.

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Dating the pattern was a little difficult. The line as such looked 60ies enough, but the length of the dress and the hairstyle looked more 70ies to me. With the help of some dear sewing-friends on facebook we settled on late 60ies for this one.
Sewing went very easy and straightforward. I cut the smallest size, which was 38, and it fit without any alterations. In hindsight I would say the bust darts could sit a little lower, but they don’t look too odd up there, so it is ok for the first try. Unfortunately it tends to climb up even higher than the bust darts, maybe this is due to the pattern or my body  needs something like a shoulder adjustment (but why didn’t I face this problem in other patterns?).
Neckline and the sleeves’ hems I faced with lavender coloured bias binding, more layers of the purple fabric would have been too thick and too stiff. The strap in the waist I faced with a cotton leftover, white with yellow flowers. Unfortunately the white is showing on the edges, I really should have used a darker shade.
The fabric was very cooperative when it came to sewing, it didn’t shift and my sewing machine coped with it very well. But the dense weave caused two problems. The first only a minor one, it was a real pain to pin it, I really had to force the pins into the fabrics and soon my fingertips hurt. The pinholes are still visible everywhere but I assume they will vanish when I wash it the first time. The second one is more annoying: Because of the density of the threads it was next to impossible to gather the sleeve caps, as the pattern demanded. Therefore I couldn’t avoid some small wrinkles when attaching the sleeves.

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The boyfriend kept me waiting a little while, that’s why the dress is a little wrinkled, complaints may be adressed to him.

Well, what more to say? It took me one episode of “The great British sewing bee” and a half of “Bargain Hunting” (yes, BBC-addict, I confess) to handpick the zipper, I really hope Patrick would approve, I had to use a thimble because you can imagine how painful hand-sewing is when the fabric already refuses to let pins pass through it.

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To conclude: It’s a dress! It’s funny, I like it very much but on the other hand it is so neutral. Give a child the task to draw a woman, it would draw her in a knee-length a-line dress with short sleeves and a decently-sized neckline. This dress has all a classic dress features and lacks everything that could stand out or be interesting. It really is a great basic, paired with a cardigan, a brooch and ballerinas you could do anything, from going to work to buying a house, to me it is classic everyday elegance.

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In fact, despite its vivid colour, it is a piece of cake. Which is great because as most sewers I tend to produce way more frosting than cake, which doesn’t really help to build an everyday- wardrobe. So this challenge and this pattern really helped me to produce an unexpectedly unagitated dress, well done!

Auf Deutsch

Neben den Stapeln von  Schnittmustern und Nähzeitschriften welche ich in Schachteln auf meinem Bücherregal aufbewahre, habe ich immer ein paar Schnittmuster herumliegen, entweder weil es Schnitte sind, die ich sehr dringend nähen möchte oder weil ich damit ein Loch in meinem Kleiderschrank füllen oder einen Ladenhüter in meiner Stoffsammlung loswerden kann.

Dieses Schnittmuster lag schon eine ganze Weile auf diesem Stapel. Ich mag es weil es ein einfaches und gleichzeitig sehr schönes Design ist. Es schien als könnte man damit ein schönes uni-farbenes Basis-Kleid nähen, aber ebenso einen richtigen Hingucker, wenn man den passenden Stoff nähme.
Als die Februar-Challenge bei “The Monthly Stitch” verkündet wurde, war mir schnell klar, dass ich diesem Schnitt nun endlich eine Chance geben würde. Die Challenge lautete “Solid colours”, also einfarbige Stoffe, keine Muster, keine Farbkombinationen. Die Farbe wurde nach dem Anfangsbuchstaben des Vornamens festgelegt, was bei mir in lila resultierte. Ich hatte bereits länger mit dem Gedanken gespielt, dieses Kleid aus einem eher steifen  lila Taftgewebe in meinem Vorrat zu nähen und nun schien die Zeit dafür endlich gekommen.

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Die Datierung bereitete mir etwas Sorgen. Die Linie sah mir schon nach den 60ern aus, aber die Rocklänge und vor allem die Frisuren deuteten für mich eher in die 70er. Mit der Hilfe von den wunderbaren Menschen in der “Nähen im Vintage-Stil”-Facebook-Gruppe wurden die späten 60er als wahrscheinlichstes Entstehungsdatum festgelegt.
Das Nähen ging dann schnell von der Hand, ich schnitt die kleinste Grösse, 38, zu und es passte mehr oder weniger ohne Änderungen. Im Nachhinein würde ich die Brustabnäher vielleicht ein wenig tiefer setzen, aber sie sitzen nicht viel zu hoch und sehen daher nicht komisch aus, für’s erste Mal also ok. Beim Tragen neigt es allerdings dazu, hochzurutschen, dagegen sind aber tiefgreifendere Änderungen am Schnitt nötig. Also heißt das Motto bei diesem, ja nicht die Arme bewegen. 
Weil der Stoff so steif und dick ist entschied ich mich gegen Belege und benutzte stattdessen lavendelfarbenes Schrägband am Halsausschnitt und den Ärmelsäumen. Der Riegel in der Taille wurde mit einem Baumwollrest verstürzt, weiss mit gelben Blumen. Leider sieht man ihn an der Kante ein wenig, ich hätte doch besser etwas dunkleres nehmen sollen.
Beim Nähen erwies sich der Stoff als sehr kooperativ, er rutschte nicht und auch meine Nähmaschine meldete keine Beschwerden an. Doch die sehr hohe Webdichte brachte auch Probleme mit sich. Erstens, das ist sicherlich das kleinere, es tat weh! Stecknadeln liessen sich nur mit relativ hohem Kraftaufwand einstechen was schnell zu schmerzenden Fingerkuppen führte. Zudem sieht man die Einstichlöcher immer noch, aber das sollte sich beim Waschen geben. Das zweite Problem ist etwas störender. Weil die Fäden so dicht liegen war es so gut wie unmöglich, die Armkugel einzuhalten, daher hab ich an der Naht doch einige Fältchen.

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here you see the climbing problem, up, up to the sky… hier sehr ihr das Hochrutschproblem….

Was gibt es noch zu sagen? Den Reissverschluss habe ich in Begleitung einer Folge “The great British sewing bee” und einer halben Folge “Bargain Hunting” (ja, ich schaue zu viel BBC) mit der Hand eingenäht, ich hoffe Patrick wäre stolz auf mich. Der Fingerhut war dabei mein treuer Begleiter, ihr könnt  euch vorstellen dass es sonst nicht angenehm gewesen wäre.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Es ist ein Kleid!Irgendwie lustig, einerseits mag ich es sehr gerne , andererseits ist es wirklich sehr neutral. Es ist ein Kleid, in welchem ich als Kind eine Frau gezeichnet hätte: knielang, kurze Ärmel, runder Ausschnitt. Es hat alles was ein klassisches Kleid braucht und lässt jedes interessante Detail vermissen. Damit ist es ein sehr schöner Basis-Garderoben-Bestandteil, gepaart mit Cardigan, Brosche und Ballerinas kann man darin so ziemlich alles machen, zur Arbeit gehen oder auch ein Haus kaufen.
Damit hat mir diese Challenge sehr unerwartet zu einem  Allroundtalent verholfen, sehr gut!

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Couldn’t help, I felt like Peg Bundy with this hairdo.

Sorry, aber ich musste bei der Frisur an Peg Bundy denken.

No plastic is good plastic

As you might know my blog’s title includes the motto “caring for tomorrow”. This may not become obvious or be in the spotlight in every post, but it is a very important aspect of my life.
Maybe one of the biggest steps towards a more sustainable life is to realize what plastic does to our planet and to our health and that we do good avoiding it as good as we can (I won’t go much into detail here because I don’t want to proselytise. If you want to inform yourself a quick online-seach should give you a good start) This is anything but easy, in fact so much of our daily life is made from plastic, it is next to impossible  avoiding it completely. So the best we can do is to check our every day routine, where can I avoid plastic with little effort, what can be substituted with something else and so on.

One of the easiest and yet most important things is to do without plastic bags. The vast majority of plastic bags is discarded after having been used only once. And during my years working in a bookshop I have even come across some clients who complained about being used as an advertisement panel when carrying plastic bags, really, what a first world problem! We are used to not forgetting our keys, our handkerchiefs, our gloves at home, but I always encounter the same excuse “I simply forget to take a cotton bag with me”.
Interesting how our brain works sometimes, for me it’s all about prioritising and if I don’t want to forget that bag, I won’t.

I don’t want to talk about cotton bags today, I do have too many of them and I don’t sew any more of them as long as I have all these that somehow gathered in my broom closet over the years. And yes, I do keep one with me in my handbag, always.

But sometimes, a cotton bag just isn’t the right mean of transportation. Think of berries and salad from the market or a cake from your local bakery. So when my mother asked me last year if I was interested in an old basket I said yes immediately. I had planned to get a basket for already some time, but I thought this was something I could easily find on a flea market or in a charity shop and didn’t want to buy a new one, so when my mother said she had been given this old one and didn’t need it, it was just the perfect timing.

My joy ceased abruptly when I saw it the first time:

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This was most probably the ugliest basket I had seen my entire life. That yellow stuff you see at the sides is yellow pvc-tablecloth and was supposed to cover the basket but the elastic inside was a little out of shape, so it just hung down very poorly, looking even more horrible.
The naked basket I liked much better:

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But it has a little problem: As I said, it is old. I don’t know how old, but old enough for the  material to get brittle. It still can hold weight, but the single stalks break very easily, especially at the bottom. Carrying a bottle of milk is fine, but you have to be careful not to throw anything directly onto a single stalk or it could break, therefore destabilising the whole basket. Here you see the problem:

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Well, I had two choices: Leave it as it was, knowing that the basket would be completely damaged and unuseable in the foreseeable future (and risking to cover the street with my groceries one unlucky day) or I could face and solve the problem.
You can imagine that I wouldn’t write this post if I would have went for the first option 😉

I decided to copy the pattern from the ugly yellow cover and to add a lining (could you call this a lining in this case or is there a more appropriate word?).  The bottom piece of the lining I attached to a piece of cardboard, so that the basket underneath would be protected from anything heavy falling on one single stalk.
I used an old lavender coloured tablecloth I got years ago for free because it has some stains. I wasn’t able to cut away all the stains, but they are on the lining so not visible because of the cover (and I can’t wash the lining, so it will be even more stained in the future, I suppose). The tablecloth had a darker stripe woven around the edges, some 10cm away from the hem, I placed these stripes vertically in the lining (below the handle) and included it in the design of the cover as well.

Somehow I made a massive mistake when calculating the lining, you see I had to add a quite wide strap to make it fit. Here a photo how it looked before I added the cover, you can see the dark woven stripe below the handle:

parvasedapta.ch - Embroidered Basket V
Let me tell you, sewing something onto a basket is NOT funny. I attached the lining with a straight needle and it was not easy at all, for the cover I used a curved needle. I have to admit, it worked better, but my fingers started to cramp because of the unfamiliar form. I am quite sure  that this was the first and the last basket I ever made a cover for.

parvasedapta.ch - Embroidered Basket I
I decided to add a little embroidery to make it less plain. I went for a design I found in an early 20th century pattern sheet for machine embroidery, I already briefly mentioned it in this post. I searched for the book it belonged with (“Das Sticken mit der Nähmaschine”) online and it is dated around 1910-20 (no year was printed on it, these are the seller’s guesses) And no, I didn’t machine embroider it, but used back and stem stitches which resulted in a rather naive and plain embroidery effect, but I like it pretty much.

parvasedapta.ch - Embroidered Basket III

You can see how I included the dark stripe into the design.
I overlapped the two sides as the yellow pvc had done also, don’t ask me why the two sides look so asymetrical, they should be identical (and it is on purpose that I didn’t put one side on top of the other, this would have looked even more odd).

parvasedaota.ch - Embroidered Basket II
The edges are the original hem of the tablecloth, on the back of it I attached some cotton ribbon to thread the elastic through. Now it closes properly again.

The pattern sheet I copied the embroidery from is in a very fragile condition and tears when I unfold it, so I will try to use it at little as possible in the future. The pattern I used for this project I had traced onto tissue paper. To keep it, without manipulating the pattern sheet again, I digitalized it. And because I am so kind I will share it with you, klick on the image to enlarge it (and tell me when you makee it, I am curious to see your version):

parvasedapta.ch - embroidery pattern

 

I like the result very much and love to take it with me to the market. And though I know I won’t try to sew with baskets again, it was well worth the effort.
parvasedapta.ch - Embroidered Basket IV
See you soon, love,

ette

 

 

 

 

 

 

 

Only 316 days to go

Deutsche Zusammenfassung s.u.

Third 20ies-post in a row, hope you won’t get bored? 🙂

Well, some time ago there was a Sew-Along. Its aim was to sew a dress. Not just any dress, a Christmas-Dress. Yes, I am talking about the Weihnachtskleid-Sewalong. It’s been a while 😉

My last post with this tag dates from december 15th, nearly two months ago I’m afraid. At  that stage my dress was far from being finished, the top wasn’t attached to the skirt, sleeves and all the little velvet things like collar and jabot I hadn’t even thought of. But despite my motivation was as low as you could imagine, I did work on the dress and many little steps took me to finally finishing it already one month ago. The first photos of the finished dress (on my dress form in a bad light, you see some of them further down) date from january 10th, so apparently I was already done then.

But it took me until last wekend I finally found the time and the right weather to make some proper photos of it. Or maybe it was again a matter of not-wanting?

You may wonder why. Why didn’t I want to be finished by Christmas when I had the chance to? Why wasn’t I eager to photograph my first ever 20ies sewing project?
Maybe because, the closer I got to the finishing line, the more I realized this was in no way going to work.
The fitting issues were all dealt with, the plaid sewing went without any difficulties, there were no catastrophes, no sewing-machine-breakdowns, no seam-unpicking, no shortage of fabric nothing. What happened?

Well, I should have known earlier: What comes to your mind when thinking of the 20ies? Simple but beautiful styles, quiet and yet eccentric fashion, quality materials, sophisticated cuts, for me the Twenties are pure, calm elegance.
And what did I chose? A dress with Peter-Pan-Collar and jabot in piggy-pink-velvet! Pardon!? What was I thinking? This isn’t elegant, this is ludicrous!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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See? It is a 20ies dress, no doubt it is. But this is a dress you can wear when welcoming your in-laws-to-be when trying to convince then that you aren’t a naughty flapper-girl, but well behaved and boring, far away from anything scandalous.

And for me this is far from being wearable outside a fancy dress party. This has nothing to do with elegant 20ies silk chiffon show-more-than-you-conceal-dresses that would force people to stare with their mouths open, this is a cute little period dress, optionally worn by the well-mannered daughter or the old maid left on the shelf in a clichéd play, though I should have left the skirt a little longer for these two.

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And this means as well that for me there was no way I was going to wear this on Christmas Eve. My boyfriend still can’t stop laughing and shaking his head when he sees me wearing this.

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Now, after having said all this, let’s talk about the dress a little. Despite the fabrics being not correct at all, I tried to stay as close as I could to the original. All seam allowances on the inside are pinked, the waist seam is covered with a grosgrain ribbon. I used no interfacing, therefore the cuffs are a little on the floppy side, the sleeves close with hooks and eyes beneath the cuffs. The front closes with press-studs underneath the jabot.

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I had initially planned to make the jabot from the plaid fabric. Only later I saw that it was meant to be made from the second fabric. Because the back of the velvet isn’t that attractive I doubled it with the plaid. As you can imagine this resulted in a very stiff jabot, the nice drapery look above is completely fake, everything is sewn in place to make it appear as it does.

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Collar, cuffs and belt are lined with a champagne-coloured poly-whatever-lining-fabric, while the topstitching on the jabot is made with the machine, on the cuffs and the collar I used hand-stitching, as visible above.

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this is in fact an outtake, I was closing my cuff at that moment

The skirt was meant to be a little wider than the bodice. I tried to gather as much width as I could without being visible as gathers in the front and back, the rest was put to the sides, so the side panels do appear a little gathered, but I like this effect (and it is very common for 20ies dresses to have gathers or pleated panels at the hips, so maybe even wanted).
And because it had always been too large and too long during its creation, I somehow overdid it and now the skirt is a little on the short side. But I admittedly was too lazy to unpick the hem with all the pleats so I’ll leave it like this.

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Well, consider the Christmas-Dress-chapter closed.

I don’t know what I will do with this dress. In a few days there is carnival in Switzerland, though I normally avoid this event, at least I would have a fancy dress to wear if anybody forces me to go.

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hat: New Yorker – feathers on the hat: antique/flea market – dress: ette after a 1920ies pattern – stockings: Ars Vivendi – shoes: flea market

Now, what do you say to this pink square frumpy whatever?
And to stay with the sew-along’s motto: 316 days until Christmas 😛

Auf Deutsch:
Auch wenn das link-in schon lange geschlossen ist und man das hier wohl kaum noch als verspätete Zieleinfahrt werten kann, ich habe diesen Sew-Along zweisprachig gestartet, dann sollte ich auch noch ein paar Worte auf deutsch über den Abschluss dieser Odyssee verlieren:
Mitverfolgen konntet ihr den Werdegang dieses Kleides bis Mitte Dezember, da hatte ich Rock und Oberteil als Basis fertig. Alle Anpassungen waren vorgenommen und auch das mit dem Karomuster hatte sich als machbar erwiesen. Warum es jetzt trotzdem so lange gebraucht hat, um fertigzuwerden (zugegeben, fertig ist es schon seit dem 10. Januar, aber erst am Wochenende konnte ich mich zu schönen Fotos aufraffen)? Schaut es euch an! Das hat mit eleganten, mondänen 20ern nichts zu tun. Rosa Karos mit Samt und Bübchenkragen, was hab ich mir dabei gedacht? Ja, es sieht authentisch aus (nur bei der Saumlänge war ich ein wenig vorschnell, die ist zu kurz), aber nicht schön. Das trägt man wenn man jemandem zeigen will, wie lieb und langweilig man eigentlich ist, bei der zukünftigen Schwiegermutter zum Beispiel. Diese Erkenntnis dämmerte mir bereits während des Nähens, weshalb es als Weihnachtsgarderobe dann nicht mehr zur Diskussion stand und so ergab eines das andere und es brauchte seine Zeit, bis es tatsächlich noch fertig wurde.
Jetzt habe ich ein sehr braves 20er-Jahre-Kleid, dass selbst auf einer Kostümparty bieder wirken würde.
Ich bin daher merkwürdig zwiegespalten, denn abgesehen davon bin ich sehr glücklich, wie gut alles gelaufen ist und dass es einigermassen sitzt.

Naja, bis Weihnachten sind es noch 316 Tage, bis Rosenmontag nur noch 5, auch wenn ich absolut kein Jeck bin, immerhin hätte ich jetzt ein Kostüm.

See you soon, love,

ette

 

Underneath the Mango tree…

Deutsche Version unten

While I flipped through my piles of old paper to find some Christmas images to post last december, I found a very cute tutorial for a little christmas gift idea, a thimble holder. The tutorial was labeled as something easy to be crafted by children to make a little present for their mums.

tutorial thimble holder, parvasedapta.ch
The thing on the left (from: Ringiers Unterhaltungs-Blätter, December 19th 1925)

All you need is some cardboard, an empty matchbox and coloured paper and pencils to decorate.

The little thimble holder is a humble craft for boys or girls. Two rectangles are cut into the matchbox in that way, that they stay connected to the matchbox  on one side to be put upright, so that the cardboard-back can be attatched to them through slits. For the thimble a round cutout as seen in the picture is sufficient. After the cardboard-back has been prepared, it is connected to the box with adhesive tape on the back and the bottom. Now it can be decorated with white and coloured paper and painted. In the openings on the sides the donor puts small needle wrappers.

I skipped the adhesive tape and used glue for everything. Today not only suitable for mummies for Christmas, but also as a little present for a good sewing friend.

Well, maybe my expectations were a little high, but it wasn’t that easy as I had thought, working with something as small as a matchbox is tricky even for my small hands, I can’t imagine it being easier with clumsy children’s fingers. Maybe this was meant for children a little older than I imagined.

thimble holder, parvasedapta.ch

Maybe you wonder why I didn’t post this for Christmas? First because I thought even though it is labeled a gift idea it could be made any time of the year as a random gift. Second because I wanted to try this and had neither time nor matchboxes. Yes, you heard right, all I had were matchbooks or the modern, small matchboxes, but not the old-fashioned large ones. It is easy to buy them at the supermarket by the dozen, but I had enough matches and didn’t want to buy that many more. I finally found a little box only slightly larger than a matchbox and brand-new vintage-styled mini-matchboxes in a hipster-shop (1,50CHF for one single matchbox, really? This is what I do for you!). So my two versions are a little smaller and a little larger than the original size should have been, imagine a size in between 😉

parvasedapta.ch, tutthiholIIparvasedapta.ch, tutthihol

When I was done with the first one it looked indeed like the drawing but I hadn’t been aware until then it strongly resembled a tombstone. Don’t you think? For me this was a quite creepy thought, imagine a child giving some tiny cardboard tombstone to its mother on Christmas eve, with her initials on it?! Maybe I’m making things up and a mother would never see something like this in her offspring’s bricolage, but adore the thimble holder as it is.

thimbleholderIII, parvasedapta.ch

Anyway, I decided to give the second version a completely different design. Maybe it is because I am longing for some warmth, maybe it was too late in the evening and me being ridiculous, this is what my mind came up with:

thimbleholderII, parvasedapta.ch

This time I hid the straps beneath the palm’s trunks. The red around the thimble is meant to be a fire, the thimble being a cauldron with the dinner cooking inside (as I said, it was late).

I don’t know why the original tutorial kept the straps visible, but of course, if you cover the cardboard completely, you could as well hide the straps beneath it and make a design completely independent (but it is interesting to think of designs with them as well, imagine a thimble holder bearing the Spanish coat of arms with the Pillars of Hercules on each side, how very elevated).

Deutsche Version

Als ich kurz vor Weihnachten ein schönes Motiv für einen Weihnachtspost suchte, stiess ich auf diese niedliche Anleitung, eigentlich gedacht für Kinder, um ihrer Mutter eine Kleinigkeit zu Weihnachten zu basteln. Es ist ein kleiner Fingerhut-Halter aus einer Streichholzschachtel, in die Spalten an den Seiten kann man noch kleine Nadelbriefchen stecken.

Weihnachten war dann doch etwas knapp um das noch nachzubasteln, zumal ich keine klassische Streichholzschachtel finden konnte, nur -heftchen oder diese flachen Schachteln. Am Ende fand ich eine leicht grössere Schachtel zuhause sowie eine auf vintage getrimmte Mini-Schachtel in einem Hipster-Laden (für 1,50CHF, pffft).
Die Originalgrösse dürfte also ziemlich genau zwischen meinen beiden Versionen liegen.

Für euch brauch ich die Anleitung ja nicht übersetzen, klickt auf das Bild oben, dann sollte alles gut zu lesen sein.

Das Basteln ging dann recht schnell, allerdings war es doch ziemlich friemelig und ich kann mir kaum vorstellen, dass kleine Kinderhände das ohne Hilfe und Frust basteln könnten (alleine diese Streifen aus dem Deckel schneiden in der Grösse), möglicherweise bin ich da aber auch zu sehr Perfektionist und ein Kind hätte so etwas nicht so schön komplett mit Buntpapier bezogen.
Als ich dann mit der ersten Version fertig war, sah es zwar aus wie auf der Zeichnung, aber irgendwie erinnerte es mich sehr an einen Grabstein. Vielleicht sieht eine Mutter nur die liebevolle Bastelei ihres Nachwuchses, ich sehe wie ein Kind seiner Mutter zu Weihnachten einen Papiergrabstein mit ihren Initialen schenkt. Wie aufmerksam!

Wie auch immer, ich beschloss, das zweite Design sollte ein wenig anders, weniger friedhöflich sein.
Möglicherweise liegt es an dem Sonnenmangel Ende Januar, vielleicht war es auch einfach etwas spät am Abend und ich albern wie ein übermüdetes Kind, heraus kam die “Wie eine einsame Insel sicher nicht ist aber jeder sie sich vorstellt”-Idylle.

Man beachte die roten Dreiecke um den Fingerhut, erkennt man, dass es ein Kessel mit Abendessen über dem Feuer sein soll?

thimble holder, parvasedapta.ch

Man kann sich noch eine Vielzahl weiterer Variationen einfallen lassen, wie beispielsweise diesen geschwungenen oberen Abschluss anders formen, so dass er nicht mehr wie ein Grabstein aussieht. Oder man kann, wenn man wie ich das ganze Ding in Buntpapier wickelt, die Kartonlaschen komplett verschwinden lassen und ist dann ganz frei in seinem Design. Aber mit den Laschen rumzualbern macht auch Spass, warum nicht einen Fingerhuthalter mit dem spanischen Wappen, gehalten von zwei Kartonlaschen den Säulen des Herakles.

Auf jeden Fall finde ich es nicht nur ein niedliches Geschenk für Mütter zu Weihnachten wie es 1925 mal angedacht war, sondern auch ein schönes Mitbringsel für eine nähende Freundin.

Und weil so ein Projekt Erinnerungen an gemütliches Basteln an kalten Wintertagen wach ruft und weil meine grössere Variante dazu passend auch noch ein wenig Sonnenschein verbreitet geht es mit diesem kleinen Papierprojekt zum Krea-Kränzchen von Kaffeeliebelei und Palandurwen, dessen Januar-Motto ganz passend “Warme Gedanken” ist.
Und weil es ja auch ein Upcycling-Projekt ist, darf es auch zum Upcycling-Dienstag im Februar.

See you soon, love

ette