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Triple C: Culottes, Cape and an early christmas gift

More than three years ago I published a post. It was about a 1942 culottes pattern I made from green linen I had bought at IKEA. As the pattern was one to enlarge at home, I offered it for you on my blog. When my blog moved to its current webspace, the post and the pattern moved, too, while the photos stayed on the old webspace. Now some time ago the host of my old domain quit business and the photos hosted there were not available anymore. Since then, the tutorial is pretty useless, hence picture-less.

I had planned to make myself a new version for long, also because the old one doesn’t live anymore. And as you see in the drawing, the pattern is not only for the culottes, but also for a matching cape. So when I came across this blue-black wool-blend(53% wool and different artificial fibres) bouclé I decided this was the fabric to turn into a culottes-suit.

As wool is not the comfiest to wear on bare skin or with thin tights, I decided to completely line the two pieces, using a white lining with a tiny flower pattern. The fabric was given to me as part of an unfinished men’s jacket and therefore already cut. This resulted in a lot of seams inside the cape and one frankenpieced leg, but after all it did work and I used all of the fabric left, so hooray for that!

I changed the upper part of the cape, instead of the hood I went for a small stand-up collar.

The original tutorial asked to sew upper fabric and lining together and then turn the whole thing over. But I didn’t want to make a quick rain cape from oil cloth, but a pretty wool cape. So I added facings and properly inserted the lining. And I added bound buttonholes.

For the slits I used a velvet ribbon leftover and little leather triangles to secure the ends.

For a reason I don’t remember anymore I moved the zipper from the side to the centre back. Maybe I did it because of the thick fabric, maybe because I lacked enough seam allowance for a zipper at the side seam, I have no idea. It is a little on the short side and a longer one won’t fit due to the v-shaped seam below it (you have the crotch seam and in the front and the back an additional seam to give the culotte-look), so I won’t advise you do to this.

While the first version of the culottes had an added waistband (as the pattern suggests though it is not shown in the drawing, but only mentioned in the text), I didn’t have enough fabric to realize one on this one. Instead I added an invisible waistband inside that is now hid by the lining.

Well, a new suit for me, for you a pattern made available again:

Please check your measurements, as they seem to be quite special. I had to remove only 0.5cm width on the waist, but a lot more at the hips, so it was made for a completely different body-shape than mine, but still with a small waist.

dsc_1758
Aus: Frau und Mode. Beilage zum “Blatt für Alle”, 14. Februar 1942

Please note: As some of the measurements are cut in the scan, here are the missing numbers.

Auf deutsch:

Vor über drei Jahren habe ich einen Post geschrieben, über einen Hosenrock nach einem Schnittmuster von 1942. Genäht hatte ich ihn aus grünem IKEA-Leinen und da der Schnitt sowieso zum selbst vergrössern war, habe ich ihn auf meinem Blog zur Verfügung gestellt. Als mein Blog dann auf seinen aktuellen Webspace zügelte, nahm ich den Post und damit den Schnitt mit. Nur das Bild blieb am alten Ort und als der alte Provider dann vor einiger Zeit seinen Dienst einstellte, verschwand es ganz still und heimlich. Seitdem ergibt ein Link zu den Tutorial mangels Bild aka. Schnittmuster nicht mehr wirklich Sinn.

Schon seit Langem hatte ich eine zweite Version geplant, zumal der Schnitt ja nicht nur einen Hosenrock, sondern auch ein Cape beinhaltet. Und als ich dann einen schönen schwarz-blauen Woll-Misch-Bouclé (53% Wolle gepaart mit verschiedenen Kunstfasern) fand war die Sache klar: Ein Hosenrock-Kostüm!

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Nun ist Wolle auf nackter Haut oder auch nur auf Perlonstrümpfen nicht gerade angenehm, weshalb sowohl Cape als auch Hosenrock gefüttert sind. Als kleinen Kontrast habe ich mich für ein monochrom geblümtes weisses Futter entschieden, welches mal als Teil eines halbfertigen Herrensakkos in meinen Fundus kam. Daher war es natürlich zerschnitten und ich musste etwas puzzeln. Das Futter im Cape ist in schmalen Bahnen zugeschnitten und eines der Bein-Schnittteile musste ich dann komplett aus den Resten zusammenstückeln. Aber es hat gepasst und der Futterstoff ist auch komplett verbraucht.

Anstelle der Kapuze entschied ich mich für einen schmalen Stehkragen, schnitttechnisch gesehen ist das nichts anderes als ein Streifen, längs gefaltet.

Die Anleitung sieht eigentlich vor, Futter und Oberstoff des Capes zusammenzunähen und dann zu verstürzen. Aber ich wollte ja kein schnelles Regencape aus Wachstuch, sondern was hübsches. Also habe ich Belege angeschnitten und das Futter ganz brav eingesetzt. Die Knopflöcher sind Paspelknopflöcher.

Die Armschlitze habe ich zuerst an den Kanten mit Zick-Zack-Stich gesichert, damit der eher grobe Stoff und das fisselige Futter nicht ausfransen, und dann mit einem Rest Samtband eingefasst. An die Enden habe ich kleine Dreiecke aus Leder gesetzt, das gefiel mir und schützt davor, dass die Schlitze ausreissen.

Warum ich den Reissverschluss von der Seite in die hintere Mitte gesetzt habe, weiss ich nicht mehr. Es ist nicht authentisch und er ist auch noch zu kurz (aber länger geht nicht, weil die Naht sich darunter in die Schrittnaht und die “Rocknaht” aufsplittet und wie ein auf dem Kopf stehendes V auseinandergeht, da kann ich keinen Reissverschluss mehr einsetzen). Meine Theorie ist, dass ich entweder zu wenig Nahtzugabe für einen Reissverschluss an der Seite hatte oder dass mir der Wollstoff zu dick war und ich Angst vor einer dicken Naht hatte. Also falls ihr das Ding nachnäht: Lasst den Reissverschluss wo er ist.

Im Text zum Schnitt steht, man solle einen Bund ansetzen. Da ich aber keinen Stoff mehr hatte, war das leider nicht möglich. Also habe ich stattdessen einen unsichtbaren Bund innen angenäht und diesen dann mit dem Futter vollständig verdeckt. Niemand wird je wissen, was für ein schrecklich hässliches Band das war. 😀

Und weil es ja unfair wäre, wenn nur ich jetzt einen neuen Hosenrock habe, bekommt ihr den Schnitt noch einmal hochgeladen, hoffentlich diesmal dann dauerhafter.

Bevor ihr euch ans Nähen wagt: kontrolliert die Zahlen! Ich habe beim Bund nur 0.5cm pro Naht weggenommen, an der Hüfte dafür eine ganze Menge. Die Proportionen sind also komplett anders als mein Körper und möglicherweise auch eurer.

Da ein paar Zahlen am Rand abgeschnitten sind, habe ich sie euch hier nachgetragen.

Viel Spass beim Nachnähen,

love

ette