Underneath the Mango tree…

Deutsche Version unten

While I flipped through my piles of old paper to find some Christmas images to post last december, I found a very cute tutorial for a little christmas gift idea, a thimble holder. The tutorial was labeled as something easy to be crafted by children to make a little present for their mums.

tutorial thimble holder, parvasedapta.ch
The thing on the left (from: Ringiers Unterhaltungs-Blätter, December 19th 1925)

All you need is some cardboard, an empty matchbox and coloured paper and pencils to decorate.

The little thimble holder is a humble craft for boys or girls. Two rectangles are cut into the matchbox in that way, that they stay connected to the matchbox  on one side to be put upright, so that the cardboard-back can be attatched to them through slits. For the thimble a round cutout as seen in the picture is sufficient. After the cardboard-back has been prepared, it is connected to the box with adhesive tape on the back and the bottom. Now it can be decorated with white and coloured paper and painted. In the openings on the sides the donor puts small needle wrappers.

I skipped the adhesive tape and used glue for everything. Today not only suitable for mummies for Christmas, but also as a little present for a good sewing friend.

Well, maybe my expectations were a little high, but it wasn’t that easy as I had thought, working with something as small as a matchbox is tricky even for my small hands, I can’t imagine it being easier with clumsy children’s fingers. Maybe this was meant for children a little older than I imagined.

thimble holder, parvasedapta.ch

Maybe you wonder why I didn’t post this for Christmas? First because I thought even though it is labeled a gift idea it could be made any time of the year as a random gift. Second because I wanted to try this and had neither time nor matchboxes. Yes, you heard right, all I had were matchbooks or the modern, small matchboxes, but not the old-fashioned large ones. It is easy to buy them at the supermarket by the dozen, but I had enough matches and didn’t want to buy that many more. I finally found a little box only slightly larger than a matchbox and brand-new vintage-styled mini-matchboxes in a hipster-shop (1,50CHF for one single matchbox, really? This is what I do for you!). So my two versions are a little smaller and a little larger than the original size should have been, imagine a size in between 😉

parvasedapta.ch, tutthiholIIparvasedapta.ch, tutthihol

When I was done with the first one it looked indeed like the drawing but I hadn’t been aware until then it strongly resembled a tombstone. Don’t you think? For me this was a quite creepy thought, imagine a child giving some tiny cardboard tombstone to its mother on Christmas eve, with her initials on it?! Maybe I’m making things up and a mother would never see something like this in her offspring’s bricolage, but adore the thimble holder as it is.

thimbleholderIII, parvasedapta.ch

Anyway, I decided to give the second version a completely different design. Maybe it is because I am longing for some warmth, maybe it was too late in the evening and me being ridiculous, this is what my mind came up with:

thimbleholderII, parvasedapta.ch

This time I hid the straps beneath the palm’s trunks. The red around the thimble is meant to be a fire, the thimble being a cauldron with the dinner cooking inside (as I said, it was late).

I don’t know why the original tutorial kept the straps visible, but of course, if you cover the cardboard completely, you could as well hide the straps beneath it and make a design completely independent (but it is interesting to think of designs with them as well, imagine a thimble holder bearing the Spanish coat of arms with the Pillars of Hercules on each side, how very elevated).

Deutsche Version

Als ich kurz vor Weihnachten ein schönes Motiv für einen Weihnachtspost suchte, stiess ich auf diese niedliche Anleitung, eigentlich gedacht für Kinder, um ihrer Mutter eine Kleinigkeit zu Weihnachten zu basteln. Es ist ein kleiner Fingerhut-Halter aus einer Streichholzschachtel, in die Spalten an den Seiten kann man noch kleine Nadelbriefchen stecken.

Weihnachten war dann doch etwas knapp um das noch nachzubasteln, zumal ich keine klassische Streichholzschachtel finden konnte, nur -heftchen oder diese flachen Schachteln. Am Ende fand ich eine leicht grössere Schachtel zuhause sowie eine auf vintage getrimmte Mini-Schachtel in einem Hipster-Laden (für 1,50CHF, pffft).
Die Originalgrösse dürfte also ziemlich genau zwischen meinen beiden Versionen liegen.

Für euch brauch ich die Anleitung ja nicht übersetzen, klickt auf das Bild oben, dann sollte alles gut zu lesen sein.

Das Basteln ging dann recht schnell, allerdings war es doch ziemlich friemelig und ich kann mir kaum vorstellen, dass kleine Kinderhände das ohne Hilfe und Frust basteln könnten (alleine diese Streifen aus dem Deckel schneiden in der Grösse), möglicherweise bin ich da aber auch zu sehr Perfektionist und ein Kind hätte so etwas nicht so schön komplett mit Buntpapier bezogen.
Als ich dann mit der ersten Version fertig war, sah es zwar aus wie auf der Zeichnung, aber irgendwie erinnerte es mich sehr an einen Grabstein. Vielleicht sieht eine Mutter nur die liebevolle Bastelei ihres Nachwuchses, ich sehe wie ein Kind seiner Mutter zu Weihnachten einen Papiergrabstein mit ihren Initialen schenkt. Wie aufmerksam!

Wie auch immer, ich beschloss, das zweite Design sollte ein wenig anders, weniger friedhöflich sein.
Möglicherweise liegt es an dem Sonnenmangel Ende Januar, vielleicht war es auch einfach etwas spät am Abend und ich albern wie ein übermüdetes Kind, heraus kam die “Wie eine einsame Insel sicher nicht ist aber jeder sie sich vorstellt”-Idylle.

Man beachte die roten Dreiecke um den Fingerhut, erkennt man, dass es ein Kessel mit Abendessen über dem Feuer sein soll?

thimble holder, parvasedapta.ch

Man kann sich noch eine Vielzahl weiterer Variationen einfallen lassen, wie beispielsweise diesen geschwungenen oberen Abschluss anders formen, so dass er nicht mehr wie ein Grabstein aussieht. Oder man kann, wenn man wie ich das ganze Ding in Buntpapier wickelt, die Kartonlaschen komplett verschwinden lassen und ist dann ganz frei in seinem Design. Aber mit den Laschen rumzualbern macht auch Spass, warum nicht einen Fingerhuthalter mit dem spanischen Wappen, gehalten von zwei Kartonlaschen den Säulen des Herakles.

Auf jeden Fall finde ich es nicht nur ein niedliches Geschenk für Mütter zu Weihnachten wie es 1925 mal angedacht war, sondern auch ein schönes Mitbringsel für eine nähende Freundin.

Und weil so ein Projekt Erinnerungen an gemütliches Basteln an kalten Wintertagen wach ruft und weil meine grössere Variante dazu passend auch noch ein wenig Sonnenschein verbreitet geht es mit diesem kleinen Papierprojekt zum Krea-Kränzchen von Kaffeeliebelei und Palandurwen, dessen Januar-Motto ganz passend “Warme Gedanken” ist.
Und weil es ja auch ein Upcycling-Projekt ist, darf es auch zum Upcycling-Dienstag im Februar.

See you soon, love

ette

11 thoughts on “Underneath the Mango tree…

  1. Hey, was würde ich mich über einen selbstgebastelten Grabstein von meinen Kindern freuen! Öh, nö… Offenbar war es früher mit den Bastelideen für Kinder nicht so anders als heute. Mich nervt es bei Bastelideen oft, dass die Vorlagen viel zu kompliziert sind oder die Ausführung für ein Kind viel zu lange dauern würde (was bedeutet, dass das Stück nie fertig wird…). Außerdem geht mein Herz sowieso viel eher auf, wenn das Kind ganz von sich aus irgendein seltsames Ding gebastelt hat… LG mila

  2. Ja, die eigenen Ideen sind sicherlich die ehrlicheren Geschenke. Ich habe bei solchen Bastelanleitungen dann auch immer die Tante vor Augen, die dem Kind vorschreibt, was es denn jetzt zu basteln hat. Und ja, dass die Ideen oftmals zu viel von den Kindern verlangen, fiel mir auch schon öfters auf, in den Büchern muss es dann halt doch die perfekte Deko sein, auch wenn das unperfekte viel schöner wäre.
    Dazu kommt dass die Mutter 1925 sicher nicht grade freudestrahlend einen Fingerhut zu Weihnachten erhielt, für mich spielt das auf demselben Niveau wie Geschirrtücher und die Küchenmaschine. Das mag heute bei so vielen Hobbynäherinnen ein wenig anders sein.

  3. Du hast Recht…das erinnert schon ein wenig an einen Grabstein. Aber 1925 fanden Muttis sowas als Geschenk vielleicht schön? Wer weiß.
    Ich finde deine Idee jedenfalls sehr witzig und Version Nr. 2 sieht schon gar nicht mehr so sehr nach Grabstein aus. 😀

    LG,
    Jen

  4. *hihihi Ein Grabstein für die Mama, da musste ich grad herzlich lachen ^^
    Ich persönlich finde die Idee dahinter – ob nun als Geschenk für Mama vom Kind oder für Freundin von Freundin oder für Mann von Frau – schon sehr niedlich *g
    Allerdings wüsste ich auch noch nicht so recht, wie ich das einigermaßen Stilvoll gestalten könnte *g Diese Grabstein-Assoziation hängt nun irgendwie in meinem Kopf fest *grins

    Aber ein süßes kleines Mitbringsel – und sei es nur als Gag – ist es auf jeden Fall. Da wird einem gleich warm ums Herz 😉

  5. Vielleicht hatten Grabsteine da noch eine andere Form, wer weiß 🙂
    Lieben Dank, ich hab gar nicht so viele Fingerhüte wie alberne Ideen für die Dinger.
    lg ette

  6. Thank you. Yes, there is something nostalgic about children’s crafting, especially because it seems to be out of fashion in Europe. They still craft at school or in the kindergarten, but afternoons with paper and glue in the kitchen don’t seem to be as popular as they were when I was little.

  7. Lieben Dank. 🙂
    Vielleicht hätte ich es nicht sagen dürfen, dann hätte niemand an Grabsteine gedacht.
    Alternativen gäbe es sicher viele die weniger nach Grabstein aussehen, mal sehen ob ich nochmal ein paar basteln werde.
    lg ette

  8. Vielen Dank. Ja, ich fand es auch nicht besonders weihnachtlich und von der Größe gerade richtig für eine kleine Aufmerksamkeit.
    lg ette

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